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Bodenpflege: Der Mulch macht's
Bodenpflege: Der Mulch macht's

Viele Pflanzen aufblühen in einer Mulchschicht erst so hundertprozentig auf. Die Bodenabdeckung unterdrückt nicht nur Wildkraut - sie hat jede Menge andere Vorteile.

Geschredderte Kiefernrinde eignet einander weit vorteilhaft zum Mulchen

Als Waldpflanzen wie Rhododendron und Farne in die Gärten einzogen, fiel schnell auf, dass sie einander in den klassischen Beeten nicht wohl fühlten. Ihnen fehlten der vorteilhaft durchlüftete humusreiche Waldboden und die natürliche Bodenabdeckung aus Laub.

Als Ersatzprodukt für die Laubdecke dient in diesen Tagen gehäckselte Baumrinde, die in der Forstwirtschaft in Scharen anfällt: der Rindenmulch. Vorzugsweise verwendet man reine, frische Kiefernrinde, da sie das Wildkraut am besten unterdrückt. Nachteil: Die Bodenabdeckung entzieht dem Erdboden Stickstoff.

Doch auch sonstige Materialien kommen zum Einsatz: Als zierende Beetabdeckung werden Kieselsteine immer beliebter. Angetrockneten Rasenschnitt vermögen Sie einfach entsorgen, indem Sie ihn als Mulchmaterial für Sträucher verwenden. Das Gleiche gilt für gehäckselten Strauchschnitt.

Herbstlaub eignet einander ebenfalls positiv zum Mulchen - die behäbig verrottenden, sauren Eichenblätter zum Beispiel sind für Rhododendronbeete ideal, da sie den pH-Wert des Bodens erniedrigen. Die Blätter verschiedener Kräuter wie Beinwell oder Brennnessel werden wegen ihrer wertvollen Ingredienzen als Mulchmaterial zur Pflanzenstärkung eingesetzt.

NATÜRLICHER UNKRAUTSCHUTZ
Kiefernrinde enthält jede Menge Gerbsäure, die die Keimung von Samenunkräutern hemmt. Wichtig ist, dass man den Boden vor dem Mulchen grundlegend von Wurzelunkräutern wie Giersch und Quecke befreit, da sie ansonsten seinerzeit oder danach durch die Schicht hindurchwachsen würden und dann umso schwieriger zu ausradieren wären.

Als Unkrautschutz sollten Sie die Rinde minimal 7-10 cm dick beauftragen. Mit fortschreitender Zersetzung keimen vereinzelt angewehte Unkrautsamen. Sie fähig sein den Aufwuchs aber durch regelmäßiges Auszupfen und Erneuern oder Ergänzen der Mulchschicht positiv in Grube halten.

WICHTIG: GUTE NÄHRSTOFFVERSORGUNG
Mulchmaterialien wie Rinde oder Holzhäcksel einschließen zwar jede Menge Zellstoff, aber kaum Mineralien oder Stickstoff. Bei der Zersetzung der Mulchschicht binden die Mikroorganismen zahlreiche der im Boden vorhandenen Nährstoffe. Ab und zu fehlt es den gemulchten Pflanzen deswegen an Nährstoffen, speziell an Stickstoff. Einen Mangel begreifen Sie an gelben Blättern und schwachem Wuchs.

Um diesem Schwierigkeit vorzubeugen, sollten Sie vor dem Mulchen 40-80 Gramm Hornspäne pro Quadratmeter ausbringen und gerade in den Boden einfügen. Wenn Sie die Pflanzen nach dem Mulchen von neuem düngen müssen, harken Sie erstmal im Wurzelbereich den Mulch beiseite und bringen dann den Dünger aus. Danach decken Sie den Boden wiederholt ab.


MULCHEN HAT VIELE VORTEILE
Die Mulchschicht verhindert, dass das vorhandene Bodenwasser verdunstet, und nimmt synchron wie ein Schwamm das Regenwasser auf. Im mulchbedeckten Boden überwiegen ausgeglichene Temperaturen, weil die Erde gegen starke Erwärmung vorteilhaft isoliert ist. Da die Mulchschicht aus Kiefernrinde behäbig verrottet, reichert sie den Boden außerdem mit wertvollem Humus an. Das fördert die Vitalität der Bodenlebewesen und erhöht den Anteil der Grobporen, die für die feinen sauerstoffbedürftigen Rhododendronwurzeln gewichtig sind.

Ohne Mulchschicht einander Rhododendren schwer. Die Sonnenwärme verursacht starke Temperaturschwankungen und kann zu Überhitzung des Bodens lenken. Durch Verdunstung des Bodenwassers vermögen auf lehmigen Böden Trockenrisse entstehen. Das Regenwasser wird dann übel aufgenommen und fließt zum großen Teil oberflächig ab, nasse Lehmböden hingegen verschlämmen bequem. Der Humusgehalt ist wirklich gering und das Bodenleben beeinträchtigt. Die fehlenden Grobporen im Boden blockieren das Wurzelwachstum, aus diesem Grund bietet auch der oberirdische Teil der Pflanze einen traurigen Anblick.

Geschrieben von Peter Weigelt ( weigelt.peter [at] gmx.de )

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