Inkontinenz und Dranginkontinenz therapieren

Um bei Inkontinenz den Toilettengang wieder unter Kontrolle zu kriegen

Um bei Inkontinenz den Toilettengang wieder unter Kontrolle zu kriegen, kann die Kräftigung des Beckenbodens helfen. Der Beckenboden ist für den Rückhalt des Urins in der Harnblase verantwortlich, da er den Harntrakt verschliesst. Bei Frauen sind diese Muskeln jedoch häufig nach Geburten beschädigt, bei Männern nach einer Prostata-Operation. In beiden Fällen können die Muskeln dem Urindruck nicht mehr genug Widerstand bieten – die Folge ist der Drang, auf die Toilette zu müssen sowie unkontrollierte Harnabgänge.

Das Phänomen wird auch Dranginkontinenz genannt

Das Phänomen wird auch Dranginkontinenz genannt und betrifft immer mehr Menschen, die sich oft mit Windeleinlagen behelfen müssen, um den abgehenenden Urin aufzufangen. Bei ungesunder Lebensweise können die Beckenbodenmuskeln durch übermässige Belastung beschädigt werden. Aber auch zunehmendes Alter kann für das Symptom verantwortlich sein. Bei etwa drei Viertel der Männer zwischen 60 und 70 wächst zusätzlich die Prostata und vergrössert sich, was einen grösseren Druck auf den Harntrakt ausübt.

Eine Inkontinenz wird so begünstigt, da die Muskeln der Blase stärker belastet sind. Indem man das Muskelgeflecht trainiert, so wie es ausgebildete Beckenboden-Instruktoren zeigen, verbessert sich die Vitalität des gesamten Genitalbereichs. Auf diese Art steigert sich die Kraft der Schliessmuskel am Ende des Harntrakts, welche dem Urindruck besser standhalten können – dadurch lassen sich Dranginkontinenz und Inkontinenz positiv beeinflussen. Betroffene tun damit aktiv etwas, um in Zukunft nicht mehr in peinliche Situationen zu geraten. Gleichzeitig ist die Gefahr von Nebenwirkungen klein, denn die Methode beruht ausschliesslich auf natürlichen Bewegungen.

Gleichzeitig verbessern Betroffene ihre psychische Verfassung

Gleichzeitig verbessern Betroffene ihre psychische Verfassung: Sie pflegen häufiger soziale Kontakte und wagen sich wieder ausser Haus. Starke Inkontinenz dagegen bindet Patienten zu Hause an, sie geraten in eine soziale Isolation, weil sie sich nicht mehr unter Menschen getrauen.


Geschrieben von Kathrin Grieder ( info [at] orgawell.ch )

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