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Informationen zum neuen DSL-Standard ADSL2+
ADSL2+, der neue DSL Standard mit 16 Mbit/s Downstream, nutzt einen erweiterten Frequenzbereich von 2,2 Mhz auf dem Kupferkabel (ADSL 1,1 Mhz). Dies macht 256 weitere Datenkänäle frei. Da im Gegensatz zum Vorgängerstandard nur wenige Parameter geändert werden müssen, ist es auch nicht nötig, neue Leitungen zu verlegen. In der Vermittlungsstelle müssen die DSLams (Digital Subscriber Line Access Multiplexer), die Gegenstelle zum DSL-Modem Zuhause, aufgerüstet werden.

Auf Kundenseite ist ein ADSL2(+)-kompatibles Modem/Router nötig. Immer mehr Hersteller bringen solche Modelle auf den Markt, daher sollte schon vor dem Kauf eines Modems darauf geachtet werden. Mit Glück muß man seinen Router auch gar nicht mehr umtauschen, sondern kann ihn einfach durch ein Firmware-Update fit machen.

Wie schon bei ADSL wird es auch bei ADSL2+ Verlierer geben. Einige abliegende Gebiete, in denen sich aus wirtschaftlichen Gründen kein Ausbau lohnt, werden auch in Zukunft ohne einen ADSL2+-Anschluss auskommen müssen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle ADSL-fähigen Ortsnetze sukzessive auf den neuen Standard umgerüstet werden, denn dieser ist auch abwärtskompatibel.

ADSL2+ bieten unter anderem die folgenden DSL Anbieter: 1&1, Versatel, Alice, freenet, T-Home (ehemals T-Com bzw. Telekom mit dem T-DSL-Standard), Tele2, congstar, Strato und Arcor.

ADSL2+-Geschwindigkeiten bieten übrigens auch Kabel Anbieter an - Kabel Deutschland (in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen), Unitymedia (Hessen und Nordrhein-Westfalen) sowie Kabel BW (Baden-Württemberg) bieten Geschwindigkeiten bis zu 25 Mbit/s!


Geschrieben von Thorsten Schmitt ( dslexperte [at] gmail.com )

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