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Übersicht über die Lokalisierung von Akupunkturpunkten
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Es besteht die Möglichkeit Akupunkturpunkte auf verschiedene Art und Weise zu lokalisieren. Die wichtigste Art und Weise der Lokalisierung ist der Anatomische Bezug: Viele Akupunkturpunkte liegen an anatomische markanten Stellen, z.B. in Vertiefungen, an Muskel- und Sehnenansätzen, in Hautrinnen, über Gelenkspalten, an Knochenvorsprüngen etc.. Die Basis, um Akupunkturpunkte richtig zu lokalisieren, bilden verschiedene anatomische Orientierungszonen und Orientierungspunkte, die man in zwei unterschiedliche Kategorien unterteilt und unterscheidet: Die so genannten fixen Orientierungsmarker lassen sich nicht durch unterschiedliche Körperhaltungen oder Körperbewegungen verändern und beinhalten Knochenmarker wie Vertiefungen im knöchernen Skelettsystem, aber auch Orientierungspunkte wie etwa der Bauchnabel. Die traditionell von den Chinesen verwendete Maßeinheit für Entfernungen am Körper , dem cun, beruht zum großen Teil auf der Basis dieser fixen Orientierungsmarker. Neben den fixen gibt es auch die beweglichen Orientierungsmarker, die man durch bestimmte Bewegungen oder spezielle Körperhaltungen finden oder aber zumindest besser darstellen kann. Als Beispiel für bewegliche Orientierungsmarker wird in der Literatur oft die Beugung des Ellbogens zur eindeutigen Kennzeichnung der Ellbogenfalte und damit der Lokalisation des Akupunkturpunktes D11 benutzt. Oft findet man in der Literatur auch die Darstellung der distalsten Handflächenbeugefalte, die ensteht, wenn man die Hand zur Faust ballt, und so die Lokalisation des Akupunkturpunktes Dü3 erleichtert. Weiter können Akupunkturpunkte mit dem palpierenden Finger aufgrund veränderter Konsistenz der Haut, durch Druckschmerzhaftigkeit, Verquellung und Bremswirkung beim zarten Übergleiten festgestellt werden. Auch diese Lokalisierungsmethode fällt unter den Bereich der beweglichen Orientierungsmarker. Eine weitere Methode ist die proportionale Punktabstandsmessung, die durch das von dem in der chinesischen Medizin benutzte individuelle Körpermaß cun gefunden wird. Durch den technischen Fortschritt kann man die Punkte auch durch elektrische Punktsuchgeräte finden, die den elektrischen Hautwiderstand am Hautgewebe messen. Tendenziell ist der elektrische Hautwiderstand an Akupunkturpunkten geringer als am normalen Hautgewebe. Das Akupunkturgerät kann so automatisch die richtigen Punkte lokalisieren. Genau wie bei der traditionellen, manuellen Nadelung werden die lokalisierten Punkten therapeutisch gereizt. Dabei verwendet das Gerät elektrische Reize, die die gleichen Körperreaktionen auslösen wie bei Akupunkturnadeln (z.B. die Ausschüttung von schmerzhemmenden, körpereigener Stoffe). Diese Lokalisationsmethode wird vor allem bei der Ohrakupunktur praktiziert, hat sich aber im Bereich der Körperakupunktur als nicht so praktikabel herausgestellt. Die letzte Technik zur Lokalisation von Akupunkturpunkten ist die nach Gleditsch benannte Very-Point-Technik, bei der die Nadel mit leichter Hand über die Haut geführt wird. Bleibt die Akupunkturnadel beim leichten und lokeren Sticheln an einem Punkt hängen und dringt an dieser Stelle quasi wie von selbst ein, so ist der relevante Einstichpunkt gefunden. Das waren die wichtigsten manuellen und technischen Lokalisierungsmethoden zur Körperakupunktur. Geschrieben von Mathias Lohnert ( Mathias.Lohnert [at] gmx.de ) |
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