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Allgemeines zur Angst
Allgemeines zur Angst

Zum Thema Angst existieren unzählige Ausführungen, welche sich mit den verschiedenen Arten deren Entstehung und Bewältigung befassen.

Jeder kennt vorübergehende Ängste, Unsicherheiten, Sorgen und Zweifel. Betroffene die unter starken und/oder anhaltenden Ängsten leiden können oft aus Scham, Unsicherheit oder Unwissenheit nicht über ihre Ängste sprechen.

Oft begeben sie sich erst spät in Behandlung, wenn bereits Komplikationen aufgetreten sind. Leider werden, selbst wenn Betroffene ärztliche oder psychologische Hilfe suchen, Angsterkrankungen nicht erkannt. So leiden viele Menschen über Jahrzehnte, ehe sie den Weg zu einer Behandlung finden.
Angst gehört zu unseren lebenswichtigsten Gefühlen. Sie schützt uns vor Gefahren und allzu großer Sorglosigkeit, und sie erhöht unsere Aufmerksamkeit.

Es ist davon auszugehen, dass jeder Mensch das Gefühl Angst kennt. Dennoch ist es sehr schwer den Begriff der Angst zu definieren. Grundsätzlich ist Angst wohl als ein unangenehmes Gefühl von Erwartung und Bedrohung.

Angst hat eine sehr nützliche Funktion, da sie ein Alarmsignal ist, das Aktivität zur Beseitigung einer Gefahr einleitet. Nach Beseitigung dieser Gefahr sollte allerdings auch die Angst verschwinden.

Wir können Angst in unterschiedlichem Ausmaß empfinden und spüren dabei auch unterschiedliche körperliche Symptome. Die Angst äußert sich meist in vier Bereichen

a) in körperlichen Veränderungen:
Unsere Hände werden feucht, der Blutdruck steigt, Atem und Herz werden beschleunigt, unsere Muskeln spannen sich an, manche Menschen verspüren ein Zittern, Stechen oder Hämmern in der Brust, einen Kloß im Hals, haben wackelige Knie, ein Kribbeln in den Beinen. Andere fühlen sich schwindelig oder es wird ihnen übel. Durchfall oder Harndrang treten häufig auf.

b) in den Gefühlen:
Wir fühlen uns ängstlich und angespannt, hilflos, gefesselt, allein gelassen oder ausgeliefert.

c) in den Gedanken:
Wir können uns nicht oder nur schlecht konzentrieren, beschäftigen uns damit, was uns alles Schlimmes passieren kann, z.B. Kontrollverlust, Herzinfarkt, Nervenzusammenbruch, verrückt werden oder gar sterben.

d) im Verhalten:
Wir meiden oder gehen nicht mehr alleine in bestimmte Situationen. Wir nehmen Beruhigungsmittel oder trinken uns „Mut“ an, wir flüchten aus bestimmten Situationen.

„Angst tritt immer dort auf wo wir uns in einer Situation befinden, der wir nicht oder noch nicht gewachsen sind. Jede Entwicklung, jeder Reifungsschritt ist mit Angst verbunden, denn er führt uns in etwas Neues bisher nicht Gekanntes und Gekonntes, in innere und äußere Situationen, die wir noch nicht, und in denen wir uns noch nicht erlebt haben“
(Fritz Riema)

Unterstützung und Begleitung unter www.psychologische-emailberatung-online.de

Geschrieben von Anita Heckers ( anita [at] psychologische-emailberatung-online.de )

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