Alufelgen
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Ein Drittel aller Neuwagen in Deutschland werden derzeit schon mit Alufelgen ausgeliefert. Damit kommen Handel und Industrie dem Bedürfnis nach sportlichen Auftreten und Ästhetik nach. Die Tuningbranche hat das Ihre dazu beigetragen, Alufelgen populär zu machen. An unterschiedlichen Modellen herrscht kein Mangel. Vom Schaufelrad über die Turbine bis hin zu filigranen Kunstwerken bietet der Handel, was auch immer das Herz des Autoliebhabers begehrt. Vielfach ist auch von den technischen Vorteilen von Alu- oder Leichtmetallfelgen gegenüber Stahlfelgen die Rede. Neue Produktionsverfahren heben diese Unterschiede aber beinahe auf.
Alufelgen wurden ursprünglich für den Rennsport entwickelt. Ihr geringes Gewicht, besser Laufruhe und optimale Kühlung der Bremsen, machten sie für die Rennstrecke unentbehrlich. Tatsächlich verringern leichtere Alufelgen den Verschleiß von Radaufhängung und Stossdämpfern. Durch ihre geringere Massenträgheit ist ein schnelleres Beschleunigen möglich. Das geringe Gewicht wirkt sich auch auf den Treibstoffverbrauch aus. Bis zu 2,5 Prozent Einsparung sind bei Nutzfahrzeugen möglich.
Für gewöhnlich wird der hier zu erzielende Einsparungseffekt aber durch breitere und somit schwerer Reifen wieder aufgehoben. Breite Alufelgen bringen eine bessere Straßenlage, aber sie sparen keinen Sprit. Außerdem relativiert sich der Gewichtsvorteil angesichts der in Serie produzierten Stahl- und Alufelgen. Alufelgen sind heute bei gleicher Dimension kaum leichter als Stahlfelgen. Durch verbesserte Stahlsorten können Stahlfelgen heute mit ähnlichem und gleichem Gewicht bei zum Teil höherer Widerstandskraft gefertigt werden. In der Formel 1 ist man schon längst zu neuen Ufern aufgebrochen und produziert Felgen aus hochwertigem Kunststoff und leichten Metalllegierungen. Beim Fahrkomfort schlagen Alufelgen die Stahlfelgen jedoch bei Weitem. Laut Deutscher Industrienorm sind bei Alufelgen bedeutend weniger Rundlauftoleranzen erlaubt. Das bringt Laufruhe.
Auf der Seite der Vorteile bleiben sonst vor allem ästhetische Argumente. Alufelgen setzen keinen Rost an. Gegen Korrosion werden sie durch spezielle Beschichtungen und Mehrschichteinbrennlackierungen geschützt. Zierkappen, die man ohnehin nur verliert, kann man sich sparen. Alufelgen sollten regelmäßig gereinigt werden, damit sich der Bremsstaub nicht in die Oberfläche frisst. Der natürliche Feind der Alufelge ist die Bordsteinkante. Zerschrammte und verbeulte Felgen können seit einiger Zeit in Spezialwerkstätten repariert werden. Geschmiedete Alufelgen sind hier im Vorteil. Erstens brechen sie nicht so leicht wie gegossene oder gefräste Alufelgen, Zweitens sind sie widerstandsfähiger.
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Geschrieben von Jürgen Maier ( juergen03 [at] hotmail.com )
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