| Die „Lost Generation“ |
| In der amerikanischen Literatur gibt es eine Gruppe Schriftsteller, die – neben ihrem literarischen Schaffen – vor allem durch ihre Exzesse bekannt geworden ist. Ernest Hemingway ist der wahrscheinlich bekannteste Vertreter dieser pöbelnden, saufenden, drogensüchtigen und doch literarisch so genialen Autoren. Daneben finden sich aber auch Namen wie Cowley oder F. Scott Fitzgerald in ihren Rängen. Ihnen gemeinsam ist das prägende Erlebnis des ersten Weltkrieges und eine damit einhergehende fatalistische und desillusionierte Weltsicht, die sich in ihren Werken auf der einen, in ihrem Leben auf der anderen Seite niederschlägt. |
Die Schriftsteller der verlorenen Generation
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Der Begriff der „verlorenen Generation“ wurde von Gertrude Stein geprägt. Selbst nicht Teil dieser Gruppe, bezeichnete sie Ernest Hemingway gegenüber ihn und die Schriftsteller um ihn als „Lost Generation“ – in einer Zeit, in der ihr Salon in Paris zu einem Zufluchtsort für amerikanische Schriftsteller im Exil, die ihre Hoffnung in eine bessere Welt verloren hatten, geworden war. Hemingway benutze diese Formulierung als ein Leitmotiv in seinem melancholischen Roman „The Sun Also Rises“ (deutsch.: „Fiesta“) und in Briefen an seinen Freund Fitzgerald. Prägend für das schriftstellerische Schaffen der Autoren der „Lost Generation“ war eine kulturkritische Haltung – insbesondere auch der angeblichen Banalität in ihrer eigenen Heimat gegenüber. Vor allem den amerikanischen Schriftstellern warfen sie vor, nach einem Ereignis wie dem Weltkrieg noch immer in idealistischen Träumereien von einem „glorious America“ zu schwelgen. Das Gefühl dieser Generation brachte vor allem Scott F. Fitzgerald auf den Punkt: „Here was a generation.[…] grown up to find all gods dead, all wars fought, all faith in man shaken.". Ernüchterung und eine zum Teil selbstzerstörerische Lebensweise waren die Folgen dieser Überzeugung. |
Die Bücher
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Die Bücher der „Lost Generation“ fanden zunächst vor allem Anklang in Europa, insbesondere in Paris (in dem die meisten Vertreter dieser schriftstellerischen Riege ja auch zeitweise lebten) mit seiner Enklave ausgewanderter Amerikaner. Aber auch in den „Goldenen Zwanzigern“ Deutschlands erfuhren Werke wie „The Great Gatsby“ mit seiner Kritik am „American way of life“ Furore.
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Geschrieben von Kathrin Berger ( info [at] aboutbooks.de )
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