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Zur Rolle der Aminosäure Arginin als natürliches Potenzmittel

Ein befriedigendes Sexualleben ist für die meisten Menschen ein wichtiger Faktor Ihrer Lebensqualität. Mit fortgeschrittenem Alter, oft in Verbindung mit Diabetes Typ II, treten bei vielen Männern vermehrt Potenzprobleme aufgrund mangelnder Durchblutung der Geschlechtsorgane auf.


Die seit einigen Jahren erhältlichen Medikamente aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer (z.B. Viagra) haben sich als wirksame Hilfe etabliert. Das Wirkprinzip dieser Präparate beruht auf der Hemmung des Stickoxidabbaus, eines Botenstoffes, welcher eine Erweiterung der Blutgefäße bewirkt.


In aktuellen wissenschaftlichen Studien konnte beobachtet werden, dass eine Stärkung der Potenz auch auf ernährungsphysiologischem Weg erreicht werden kann. Der Schlüssel dazu liegt in der Aminosäure Arginin, einer Vorläufersubstanz des Stickoxids (NO). Die Wissenschaftler Robert F. Furchgott, Louis Ignarro und Ferid Murad erhielten 1998 den Nobelpreis für Physiologie / Medizin für ihre Arbeiten über die Rolle von Stickoxid als Botenstoff im Herz-Kreislaufsystem. Durch eine argininreiche Ernährung ist es möglich, die Produktion des für die Gefäßerweiterung verantwortlichen NOs auf natürlichem Wege zu erhöhen. Dazu können argininreiche Lebensmittel, wie Erdnüsse, Weizenkeime oder Sojabohnen, oder als Alternative Nahrungsergänzungsmittel verzehrt werden.


Noch effektiver wirkt Arginin in Kombination mit einem starken Antioxidanz wie OPC (oligomere Procyanidine). OPC sind sekundäre Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole, die in hoher Konzentration in Traubenkernen enthalten sind. Das OPC hemmt den oxidativen Abbau des NOs und verstärkt dadurch die Wirkung des Arginins. In einer Studie bulgarischer Wissenschaftler berichteten bei ausschließlicher Zufuhr von 1700mg Arginin pro Tag nur 5% von einer verbesserten Erektion, in Kombination mit OPC stieg die Erfolgsquote auf 92,5% an. Da Arginin und OPC auf ernährungsphysiologischem Wege wirken, ist ein regelmäßiger Verzehr erforderlich, dafür sind im Gegensatz zu akut wirkenden Arzneimitteln keine unerwünschten Nebenwirkungen zu befürchten.


Als Ergänzung zur physiologischen Wirkung des Arginins ist eine Kombination mit Maca sinnvoll, welches auch als „Ginseng der Anden“ bekannt ist. Maca (Lepidium Meyenii Walp.), ein sehr widerstandsfähiges Gewächs, wächst unter extremen klimatischen Bedingungen in den peruanischen Anden. Macawurzeln gelten in Peru traditionell als Stärkungsmittel sowohl für den Mann als auch für die Frau. Positive Auswirkungen auf die Libido und die Spermienqualität konnten in Studien chinesischer und peruanischer Forscher beobachtet werden

Im Internet sind zu Arginin weitere Information erhältlich, unter anderem eine Auswahl aktueller wissenschaftlicher Studien.


Geschrieben von Matthias Keßler ( info [at] mk-vital.de )

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