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Der Herbst ist nicht nur für Menschen Erkältungszeit. Bei dem nass-kalten Wetter leiden auch Tiere zunehmend unter Erkältungserscheinungen. Eine besonders häufig auftretende Erkrankung, die der Wetterumschwung besonders bei Pferden mit sich bringen kann, ist die Arthrose. Diese chronische Krankheit zeichnet sich durch Lahmheit und Bewegungsunlust des Pferdes aus und geht auf den Verschleiß der Gelenkknochen zurück, was besonders bei kaltem und nassem Wetter vermehrt auftreten kann.
Häufig ist diese Erkrankung zudem bei extremer Beanspruchung zu beobachten, da den Gelenken, zum Beispiel bei der Dressur, viel abverlangt wird. Jedoch kann die Anlage für eine Arthrose bei Pferden auch vererbt worden sein oder auf das hohe Alter des Pferdes zurückgeführt werden. Fehlstellungen betroffener Körperpartien oder hohes Übergewicht sind weitere, denkbare Ursachen. Wie schon angesprochen tritt die Arthrose bei Pferden nicht immer gleich stark auf. Vielmehr verläuft der Krankheitsverlauf zunächst langsam und ohne erkennbare Schmerzen für das Tier ab. Manche Halter erkennen bei ihren Pferden eine Art Steifheit, die sich besonders im Training äußert, sich jedoch schnell wieder verflüchtigt, wenn sich das Tier warmgelaufen hat.
Nach längerer Beanspruchung kann eventuelles Stolpern beobachtet werden. Im weiteren Verlauf der Arthrose kommt es meist zu Verspannungen der Muskeln, da Pferde versuchen, den Schmerz mit Hilfe von Muskelanspannung zu lockern, sich diese jedoch verkrampfen. Danach tritt vermehrte Lahmheit auf, das Stolpern wird zusehends schlimmer und die Gelenke des Pferds können nachgeben. Meist geht die Arthrose bei Pferden mit einer Entzündung an der betroffenen Körperpartie einher, zudem kann eine Verformung der Gelenke und des Muskelbaus beobachtet werden.
Ist die Arthrose erst einmal ausgebrochen, kann die Krankheit nicht verhindert werden. Anders als beim Menschen kann sie nicht operativ entfernt oder behoben werden. Allerdings wird bei Pferden oft eine Therapie angewandt, die sowohl Physiotherapie als auch Ergänzungsfutter für Pferde enthalten kann, die mit Inhaltsstoffen wie Teufelskralle oder Hyaluronsäure die Gelenkigkeit des Pferdes erhöht.
Um einer Arthrose bei Pferden entgegenzuwirken hilft ausreichende Bewegung, die das Pferd jedoch nicht übermäßig beansprucht. So können die Gelenke nicht einrosten. Allerdings sollte immer auf die Reaktionen des Tieres geachtet werden. Sollten offensichtliche Schmerzen beim Reiten beobachtbar sein, sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert werden. |
Geschrieben von Sebastian Fitch ( sebastian.fitch [at] hotmail.de )
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