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Während ich das hier in Australien schreibe, ist draußen von der Tür ein fürchterlicher Regen. Eigentlich schüttet es mehr als das es regnet. Hier in Brisbane siend die Menschen allerdings immer mehr angewiesen auf ihren Wasserverbrauch zu achten, da es immer stärkere Einschränkungen von Seiten der Regierung gibt.
Für die Menschen, die in besseren Regionen der Welt zu Hause sind als die Australier, ist es schwer vorzustellen, dass man jeder Pflanze die man versucht am Leben zu halten beim sterben zuschauen kann/muss. Der Vorgarten wechselt langsam aber stetig die Farbe von Grün-Bunt in einfarbig Braun und man muss schauen, dass man das Unkraut mäht, damit es nicht höher als das verdorrte Gras wächst. Die Medien, Politiker und andere Personen und Vereinigungen die in der Öffentlichkeit stehen, diskutieren immer noch über das Wetter. Ist es gut, oder ist es schlecht. Aber man muss mal dem Teufel in die Augen gucken und zugeben, dass es die größte Dürre ist, die Australien seit Jahrhunderten zu bewältigen hat. Die Wasserspiegel der Dämme in den größeren Metropolen wie Melbourne, Sydney, Brisbane und Adelaide sind stetig am Fallen. Es ist ja leider nicht mal so wirklich der Fall, dass es nur am nicht vorhandenen Regen liegt, nein es regnet schon, aber das Wasser wird nicht da aufgesammelt wo es fällt bzw. wenn es fällt. Schuld am Debakel ist letztendlich die Regierung, die es verpasst hat, weitere Dämme zu bauen und damit eine bessere „Wassersammel-Infrasturktur“ aufzubauen. Nun gibt es schon sein längerem ein Wettrennen zwischen dem sinken des Wasserspiegels und dem Aufrüsten dieser eben erwähnten Infrastruktur um das Problem zu lösen. Nichts desto Trotz, irgendwie ist die Idee Dämme zu bauen in der größten Trockenheit schon etwas irrsinnig. Man hätte die Dämme bauen sollen, als noch mehr als genügend Wasser vorhanden war.
Wenn man auf Urlaub in Australien ist sollte man deswegen besonders auf seinen Wasserverbrauch achten. In den Hostels hängen nicht selten Schilder à la: „Bitte nicht länger als vier Minuten duschen, wir leben in einer Trockenzeit in Australien“. Das ist tatsächlich ernst gemeint und ich bin der Meinung wir sollten das als Touristen in dem Land respektieren und nicht die ganze Situation verschlimmern.
Einen kleinen Tipp noch zum Abschluss wenn ihr in Australien länger unterwegs seid wie ich es auch bin. Immer wieder sucht man nach günstigen Möglichkeiten der Unterkunft. Die günstigste Möglichkeit, die ich gefunden habe, ist kostenlos direkt bei Australiern zu übernachten. Wenn euch das interessiert, dann schaut euch doch mal den Bericht über Couchsurfing an. Viel Spaß in Australien.
Geschrieben von Thomas Angene ( thomas [at] australien-insider.de )
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