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Bahnhofsuhren haben ein sehr einheitliches Design
Bahnhofsuhren haben ein sehr einheitliches Design
Diese Uhren werden Bahnhofsuhren genannt und teilen die verbindliche Zeit für den Zugverkehr den Passagieren und dem Bahnhofspersonal mit. Meist sind diese Uhren Minutenspringuhren. Noch heute werden sie oftmals von einer Mutteruhr bahnhofsweit gesteuert. Sie gibt lediglich den Minutentakt vor. Dabei überträgt sie jede Minute einen Impuls in der Betriebsspannung an die Tochteruhren von 12, 24 oder 48 Volt. Dadurch wird der Minutenzeiger weiterbewegt. Die Polarität wechselt dabei bei jedem Impuls.
Über einen separaten Elektromotor läuft der Sekundenzeiger. Wenige Sekunden weniger als eine Minute benötigt der Minutenzeiger für einen Umlauf und blockiert bei der 60- Sekunden-Stellung mechanisch. Freigegeben wird es erst wieder bei dem nächsten Minutenimpuls. Über das DCF77-Funkzeitzeichen werden in Deutschland die Mutteruhren synchronisiert.


Das Design der Schweizer Bahnhofsuhren wurde von Hans Hilfiker 1944 entworfen, wurde von einigen Staaten nachgeahmt und ist noch heute eines der Identifikationsmerkmale der Schweiz. Ein weißes, nachts hell beleuchtetes Zifferblatt mit Stundenbalken haben diese Uhren sowie schwarze Stunden- und Minutenzeiger. Das Design wird ergänzt durch die charakteristische rote Kelle, welche als Sekundenzeiger seit 1955 dient. Dieser Sekundenzeiger trägt auch den Namen Sekundenkelle. Er wählte das runde Zeigerende zur Verdeutlichung, dass der Sekundenzeiger nicht sekundengenau anzeigt. In dunklem Grau gehalten ist das Gehäuse der Bahnhofsuhr. 2004 wurde die Schweizer Bahnhofsuhr in der Briefmarkenserie als "Designklassiker der Schweiz" als Motiv auf der 85 Rappen Marke abgebildet.

Das Design variiert im Gegensatz zur Schweiz innerhalb Deutschlands. Farblich ähnlich aufgebaut sind diese Uhren zu den Uhren der Schweiz. Einen breiten, roten Ring hat allerdings der Sekundenzeiger sowie eine Spitze. Je nach Baujahr und dem gerade aktuellen DB Design variieren sowohl die Form von Stunden- und Minutenzeiger und auch das Vorhandensein des Sekundenzeigers. Einige Bahnhofsuhren haben auch den eiligen Sekundenzeiger, auch Stop-to-Go-Funktion genannt. Dieser schafft seinen Umlauf innerhalb von 58,5 Sekunden. Bis zum nächsten Umlauf bleibt der Sekundenzeiger dann auf der zwölf stehen. Casio-Uhren sprangen auf diesen Markt nicht auf.


Geschrieben von Susan Mueller ( ralf-richter1 [at] gmx.de )

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