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Bandscheibenvorfall - Symptomatik, Diagnostik und Behandlung
Bei einem Bandscheibenvorfall verschieben sich Teile der Bandscheibe oder die Bandscheibe ist so abgenutzt, das ein Teil des Rückennervengewebes in die Wirbelsäule eindringt, was zu extrem starken Schmerzen und in manchen Fällen zu Lähmungserscheinungen führt.

Ein Bandscheibenvorfall entsteht meist durch Überlastung der Wirbelsäule, kann aber auch ohne äußere Einwirkung auftreten.
Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls sind sehr starke Schmerzen, die auch in die Extremitäten ausstrahlen, wobei gelegentlich auch Lähmungserscheinungen in den Extremitäten auftreten können, die im Extremfall sogar zu einer Querschnittslähmung führen können.

Diagnostiziert wird ein Bandscheibenvorfall meist durch Röntgenbilder da man hier genau erkennen kann was passiert ist. Auf MRT Bildern erkennt man zum Beispiel genau welcher Teil der Bandscheibe aus der Wirbelsäule gerutscht ist oder welcher Teil der Bandscheibe so abgenutzt ist das die Knochen aufeinander reiben oder die Nerven im Spinalkanal einklemmen.
Ein Bandscheibenvorfall sollte sobald er erkannt wurde unbedingt behandelt werden, da nachlassende Schmerzen, die von den Patienten oft als eine Art Heilung betrachtet werden schon die beginnenden Anzeichen einer Lähmung sein können, die dann im Ernstfall zu nicht mehr behandelbaren Lähmungen führen.. Eine rasche Behandlung durch einen Neurochirurg oder Orthopäden kann die Langzeitfolgen eines Bandscheibenvorfalls erheblich minimieren.

Circa 25% der Bevölkerung die sich egtl als Gesund betrachten leiden medizinisch gesehen unter einem Bandscheibenvorfall. Allerdings mit keinerlei Symptomen, so dass in diesen Fällen eine Behandlung nicht notwendig ist.
Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen konservativ, das heißt durch Physiotherapie und begleitenden nicht belastenden Sport zum Muskelaufbau. Idealer Sport in diesen Fällen ist "orthopädischer Sport" wie Schwimmen, Tanzen oder Laufen Reiten und Radfahren. In 90% der Fälle führt diese Behandlungsmethode zum gewünschten Erfolg ohne das operiert werden muss.
Bei schwereren Fällen ist allerdings eine Operation bei der zum Teil künstliche Bandscheiben eingesetzt werden jedoch unumgänglich. Da dies jedoch ein erhebliches Risiko mit sich bringt sollte in den meisten Fällen die Therapie erst einmal konservativ erfolgen. Etwa 80% der Operationen bei Bandscheibenvorfällen sind einer Untersuchung nach unnötig.

Vorbeugen lässt sich einem Bandscheibenvorfall nicht zu 100%, da ein erheblicher Teil der Bandscheibenvorfälle auf eine angeborene Schwäche des Bindegewebes zurückzuführen sind. Ein paar Methoden zur Vorbeugung gibt es allerdings.
Regelmäßiges Sporttreiben ohne erhebliche Belastung der Wirbelsäule zum Beispiel hilft genauso wie die Vermeidung von schweren Lasten zum tragen oder eine ergonomische Sitzposition am Arbeitsplatz.

Die meisten Bandscheibenvorfälle, können jedoch nicht durch Vorbeugung abgewendet werden, wodurch die Vorfälle zu einem erheblich Teil eine Belastung des Gesundheitssystems darstellen, vor allem nachdem so häufig unnötig operiert wird.

Geschrieben von Heinz von Förster ( heinz.v.foerster [at] web.de )

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