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Ist man im Brasilien Urlaub, sollte man sich nicht die Chance entgehen lassen, einige der umliegenden Inseln zu besuchen. Besonders zu empfehlen ist zum Beispiel die Urwalsinsel Marajó. Auf dieser Insel waren früher die Marajó Indianer beheimatet, über deren Ursprünge man bis heute nicht wirklich viel herausfinden konnte, die aber eindrucksvolle kulturelle Zeugnisse hinterlassen haben, deren Besichtigung sich auf jeden Fall lohnt.
Alleine die Keramikarbeiten der Ureinwohner sind zutiefst beeindruckend, soll es sich dabei doch um die höchstentwickelte Kunstform der präkolumbianischen Zeit innerhalb Brasiliens handeln, die bis heute gefunden wurde.
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Möchte man die Insel Marajó besuchen, kann man von Belém aus mit dem Flugzeug oder per Boot starten. Die Insel selbst ist mit einer Fläche von 50 000 Quadratkilometern eine der größten Flussinseln der Welt und liegt an den Mündungen des Rio Tocantins und des Rio Amazonas. Mit dem Flugzeug kann man sie von Belém aus in dreißig Minuten erreichen, mit dem Boot gibt es keine Direktverbindung. Nach einer dreistündigen Fahrt legt das Boot in Porto Camará an, die restlichen 30 Kilometer werden dann in einem Bus zurückgelegt
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| Heute leben auf der Insel etwa 250 000 Menschen, die sich auf 13 Gemeinden verteilen. Ungefähr 20 000 Einwohner hat allein der Hauport Souré, wo man auch ankommt, wenn man von Porto Camará aus die Reise mit dem Bus fortsetzt. Kommt man als Tourist aus den westlichen Gefilden in diesem Teil der Welt an, fühlt man sich hundert Jahre zurückversetzt. In diesem Teil der Welt dienen noch Büffel und Kanus als hauptsächliches Fortbewegungsmittel. Büffel spielen in der Lebenswelt dieser Menschen generell eine große Rolle, immerhin findet man hier die größten Büffelherden in ganz Brasilien. Besonders interessant für Besucher ist, dass hier offensichtlich der Büffel das ist, was in Indien die Kuh darstellt. Er wird zwar nicht als heilig betrachtet und in dem Ausmaß verehrt, wie das in Indien bei den Kühen der Fall ist. Aber die Einheimischen sind sich der Tatsache bewusst, dass der Büffel die Grundlage für ihren Lebensunterhalt sichert, da er auf die Umweltbedingungen optimal angepasst ist. Die Tiere werden in den Lebensalltag eingegliedert, steht er im Weg, wird um ihn herumgearbeitet oder er wird in die Arbeit integriert. Jedoch wird man niemals erleben, dass ein Büffel weggedrängt oder gar verscheucht wird. |
Geschrieben von Nina Endres ( N.Endres [at] gmx.de )
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