Der Luftkurort Waischenfeld
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Wie in der gesamten Fränkischen Schweiz werden auch alljährlich in Waischenfeld, einen kleinen Luftkurort in Oberfranken, am Karsamstag die beiden vorhandenen Brunnen mit Girlanden und ausgeblasenen, bunt bemalten Ostereiern festlich geschmückt und herausgeputzt.
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Brauch aus vergangener Zeit
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Diese noch in die heutige Zeit bewahrte Tradition des Brunnenschmückens stammt ursprünglich aus der Gebietsregion Fränkische Schweiz und wurde so nach und nach auch in angrenzende Gebiete übernommen. Heute findet man geschmückte Osterbrunnen in ganz Deutschland. Der Brauch des „Herausputzens“ der Wasserstellen ist weit über 100 Jahre alt. Abzuleiten ist er höchstwahrscheinlich davon, dass der Brunnen - und das darin enthaltene Wasser, sowie die Eier - von jeher als Zeichen des Lebens anzusehen waren. Das Schmücken der Brunnen sollte daran erinnern, das das Wasser in der Frankenregion früher oft knapp und deshalb auch kostbar für jeden einzelnen war. In gewisser Weise spielte bestimmt die religiöse Bedeutung der Karwoche und des dann bevorstehenden Osterfestes ebenfalls eine Rolle. Der Aberglaube war übrigens auch noch weit verbreitet: Sah ein junges Mädchen am Ostermorgen in den Brunnen, sollte es angeblich das Gesicht ihres zukünftigen Liebsten im Wasser als Spiegelbild erkennen können.
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Zu Ostern in Waischenfeld
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Waischenfeld besitzt gleich 2 Brunnen, einen kleineren am „Hinteren Tor“ und einen größeren in der Vorstadt. Geschmückt werden die beiden Brunnen vom hiesigen Heimat- und Verschönerungsverein und derzeit teilweise von Urlaubsgästen, die schon viele Jahre nach Waischenfeld kommen. Ostern bildet zudem für viele Privatvermieter, die Zimmer oder eine Ferienwohnung anbieten, den Auftakt zur alljährlichen Hauptsaison.
Zu diesem Zeitraum und den darauffolgenden Monaten befinden sich zahlreiche Urlauber in dem Städtchen, das am Fluß Wiesent gelegen ist, und beleben den kleinen Fremdenverkehrsort.
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Geschrieben von Ursula Neubig ( Fam.Neubig [at] neubig-waischenfeld.de )
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