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Im Vergleich mit der bildenden Kunst und ihren Werken, haben die meisten Menschen wohl eher die Meinung, dass die Cartoons in diese Kategorie nicht recht passen. Für manche gehören sie deshalb eher in den Topf mit den Kinderzeichnungen. Umso erstaunlicher ist es, dass Cartoons in so vielen Zeitungen und Zeitschriften publiziert werden. Sie üben auf sehr viele Menschen eine sehr große Anziehung aus. Diese Zuneigung für Cartoons schafft es sogar, Bildungs – und Standesunterschiede einzureißen, denn das Lachen über einen guten Cartoon klingt aus jedem Munde ähnlich. Man kann sogar sagen, dass lustige Bilder zur Völkerverständigung beitragen, da sie Sprachunterschiede leicht ausgleichen - der Humor ohne Worte ist eine Sprache für sich. Somit ist der Cartoon also auch eine Kommunikationsform, die sich dadurch auszeichnet, dass sie von vielen verstanden wird. Um hier den Vergleich zur Kunst wieder heranzuziehen, erreicht der Cartoonzeichner damit etwas, was der Kunstmaler oft vergeblich versucht: Eine Botschaft in diese Welt zu setzen, die auch erfasst wird. Ein sehr gutes Beispiel für die erfolgreiche Vermittlung von Botschaften durch die Cartoons ist ihre Verwendung in der Werbung oder auf Schildern mit Ge – und Verboten aller Art.
Der Begriff Cartoon begrenzt seine Bedeutung nicht auf das eines Witzbildes, wie es viele zu glauben scheinen. Auch Karikaturen und Comics werden oftmals mit dem Begriff Cartoon bezeichnet. Und auch Zeichentrickfilme nennen sich Cartoons. In ihrer Form als Karikaturen haben sie eine sehr bedeutungsvolle Möglichkeit auf die Gesellschaft einzuwirken und Botschaften zu transportieren, die zum Denken anregen sollen. Sie schaffen es oft Zusammenhänge aufzuzeigen und Missstände zu beschreiben, die große Wirkungen haben können und nicht selten halfen, diese Missstände zu beseitigen. Ein Cartoon und besonders der politische Cartoon hat also, um noch einmal den Vergleich mit der Kunst zu wagen, viele Funktionen, die man auch der Kunst zuspricht und erfüllt sie mit großer Exzellenz. Deshalb stehen die Bücher der Cartoonisten und Karikaturisten nicht ohne Grund in den Büchereien in der Abteilung, in deren Nähe auch Michelangelo und Picasso zu finden sind – in der Abteilung für die Kunst. Wer schöpft und damit bewegt, betreibt Kunst.
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