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Eine kurze Analyse über Chancen und Risiken bei Börsenbriefen.
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Immer wieder stolpert man im Web auf interessante Offerten für den spekulativen Anleger wie „1250 % Steigerung – unsere Börsenbrief hält was er verspricht“. Angebliche Insider und extrem erfolgreiche Portofoliomanager wollen mit uns, dem ahnungslosen Kleinanleger, ihr Wissen teilen und auch uns so zu schnellem Reichtum an der Börse verhelfen? Stimmen denn die angeblichen Erfolgsmeldungen überhaupt? Auch hier kann, um die Antwort schon einmal vorweg zu nehmen, keine klare Antwort gefällt werden. Um über Risiken, Chancen und die Bewertung verschiedener Aktienbriefe zu diskutieren, muss jedoch die Definition eines solchen geklärt werden. Im Allgemeinen versteht man unter Börsenbriefen Newsletter, oder wenn auch deutlich seltener Printmedien, deren Inhalt zumindest zu einem Teil aus direkten Anlageempfehlungen besteht. Kostenpflichtige Börsenbriefe werden auch heute noch von speziellen Finanzverlagen oder gar Banken herausgegeben, in den letzten Jahren ist die Zahl der Börsenbriefe über deren Reputation nur sehr wenig bis gar nichts bekannt ist, jedoch dramatisch gestiegen. Zusätzlich führen viele Börsenbriefen neben direkten Kauf- oder Verkauftipps noch ein Musterdepot. In den letzten Jahren ist die Zahl der Börsenbriefe, bedingt durch die einfachen Publikationsmöglichkeiten im Internet, stark angestiegen, so dass viele Börsenbriefe von Privatpersonen oder Briefkastenfirmen betrieben werden. Ob diese Entwicklung eine tatsächliche Bereicherung für Anleger darstellt ist indes fraglich. Schließlich scheint es gerade für kleine Unternehmen und Privatpersonen sehr lukrativ, die Papiere des eigenen Hauses zu empfehlen oder Aktienempfehlungen im eigenen Aktiennewsletter zu präsentieren. Auch der verstärkte Aufbau von Investor Relations mit denen Unternehmen gute Stimmung am Markt kaufen wollen, hat vermutlich zu einem größeren Angebot an Börsenbriefen beigetragen. Viele Autoren führen auf Grund gesetzlicher Bestimmungen am Ende ihres Börsenbriefes auf, ob Sie eine Vergütung für bestimmte Kaufempfehlungen erhalten oder ob Sie Wertpapiere von im Börsenbrief empfohlenen Unternehmen besitzen. Vom Idealfall einer Redaktion die unabhängig und sauber recherchiert, kann dann allerdings nicht ausgegangen werden. Grundsätzlich sollte der Leser gerade bei kostenlosen Börsenbriefen mit unbekanntem Hintergrund von einer Interessensverquickung zwischen Autoren, Investmentbanken, Investmentfonds und den beworbenen Unternehmen ausgehen. Gerade da dem Abonnent eines Aktienbriefes in den meisten Fällen keine Informationen darüber vorliegen, wie der entsprechende Börsenbrief zu einer Empfehlung gekommen ist, gilt es jeden Aktientipp selbstständig zu überprüfen und dann eine eigene, möglichst objektive, Wertung des Investments vorzunehmen. Eine eigene Analyse der empfohlenen Werte, bleibt wie bei jedem möglichen Investment, daher unerlässlich. Trotz der enormen Risiken können Börsenbriefe für risikobewusste Anleger auch interessante Informationen liefern. So liefern einige spezialisierte Börsenbriefe Informationen über unbekannte Nebenwerte und wenig gehandelte Wertpapiere. Copyright by Julian Nort Geschrieben von Julian Nort ( team [at] aktien-empfehlungen.com ) |
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