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Eine Corporate Identity ist mehr, als bloß Visitenkarten
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Corporate IdentityVisitenkarten, Flyer und Logo; Einheitlich und in gleichen Farben. Das verstehen wohl die meisten Deutschen unter der Corporate Identity. Diesem Verständnis liegt aber ein tiefgreifendes Missverständnis zugrunde, ist die Corporate Identity doch viel mehr als die bloße optische Darstellung eines Unternehmens in der Öffentlichkeit. Vergleichbar ist dieses Missverständnis mit einer natürlichen Person: Spricht man hierbei von Identität, meint man ja auch mehr, als das Aussehen und äußerliche Merkmale. Spricht man von Identität, meint man auch das Verhalten, die Charakterzüge und Überzeugungen einer Person. Ganz ähnlich ist es auch bei der Corporate Identity eines Unternehmens. Auch das muss sich im Identitätsprozess erst einmal klar werden, welche Werte und Überzeugungen es vertritt und vermitteln möchte, aber auch welche Anspruchsgruppen des Unternehmens - man spricht hierbei von sogenannten „Stakeholdern“ - in den Findungsprozess mit eingebunden werden. Corporate DesignDie auf diese Weise gefundene Identität muss dann in allen Bereichen des Unternehmensalltags vermittelt werden; Dazu gehört eben auch das optische Auftreten des Unternehmens. Erst jetzt muss das geschaffen werden, was viele unter der Corporate Identity verstehen, aber eigentlich etwas anderes meinen: Das Corporate Design. Beim Schaffen dieses Corporate Design müssen die vorher im Identitätsprozess erklärten Strukturen, Normen und Werte einbezogen werden, die Überzeugung des Unternehmens muss sich in der Optik widerspiegeln. Das geschieht mit Farben, aber auch mit Formen und Symbolen. Diese Farben und Symbole sollten dann auf allen vom Unternehmen ausgegebenen Druckerzeugnissen wie Visitenkarten, Flyer und Jahresberichten, aber auch etwa auf der Website, in Unternehmensvideos und selbst in Musik, die etwa in der Telefonwarteschleife zu hören ist, genutzt werden. Jedem Stakeholder, sei es ein Mitarbeiter, ein Kunde, ein Lieferant, die Politik, bestimmte Gesellschaftsgruppen oder eine andere Anspruchsgruppe, muss sich die Unternehmensphilosophie und die Unternehmenswerte schon durch Betrachten der Informationsmaterialen förmlich aufdrängen. Die Unternehmensziele müssen sofort erkennbar sein. Dynamischer ProzessDas Corporate Design ist also nur ein Teil der Corporate Identity und nicht losgelöst von dieser. Der Prozess der Identitätsfindung beginnt jedoch nicht beim Design und hört dort auch nicht auf, sondern ist ein dynamischer und manchmal kurzlebiger Prozess, der immer wieder überprüft und ggf. abgeändert werden sollte. Das etwa ist einer der Gründe, warum auch bei großen Unternehmen eine ständige Anpassung des Corporate Design erfolgt, bei denen nicht nur Schriftarten moderner gemacht werden, sondern manchmal ganze Farben und Symbole geändert werden. Geschrieben von Adrian Korte ( adrian.korte [at] googlemail.com ) |
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