| Das Leid der Ärzte im Krankenhaus |
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Das Leid der Ärzte im Krankenhaus ist hinreichend bekannt. Sie sind in erster Linie vom Überstundenstress geplagt. Die Arzte in den Krankenhääusern leiden zunehmend unter ihren verhältnismäßig schlechten Arbeitsbedingungen. Viele beklagen ihren hohen Arbeitszeitaufwand, eine 80 Stunden Woche ist für Ärzte im Krankenhaus durchaus üblich und die Überstunden werden ihnen zumeist nicht einmal vergütet. Die bestehenden Arbeitszeitgesetze werden in den Krankenhäusern ignoriert und es wird permanent gegen die tarifvertraglichen Vereinbarungen verstoßen. Das hat unter den Ärzten zu großer Unzufriedenheit geführt und bereits im vergangenen Jahr sind die Ärzte in Streik getreten, um auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen und die völlig unzureichende Bezahlung aufmerksam zu machen. In Extremfällen leistet ein Arzt in der Woche 60 Überstunden, die ihm nicht vergütet werden. Das hat auch dazu geführt, dass offene Stellen für Ärzte in Krankenhäusern teilweise nicht besetzt werden können. Viele Mediziner gehen lieber ins Ausland, als in einem deutschen Krankenhaus zu arbeiten. Das führt im Endeffekt dazu, dass die vorhandenen Ärzte immer weitere Überstunden leisten müssen. Umfragen zufolge ist jeder zweite Arzt bereit seinen Job im Krankenhaus an den Nagel zu hängen, wenn sich für ihn andere Perspektiven bieten. Fallbeispiele belegen, dass Ärzte oft nach einem Bereitschaftsdienst dazu angehalten werden, einen weiteren Tagesdienst zu übernehmen. Ein Arzt, der bereits 24 Stunden wach ist, hat ein Reaktionsvermögen, welches ungefähr dem eines Betrunkenen entspricht, der 1,0 Promille zeigt. Behandlungsfehler seien deshalb vorprogrammiert. Bei den Streitigkeiten um bessere Bezahlung wird den Ärzten oft vorgehalten, dass ihre Einkommen besser sind, als der des Durchschnitts. Ärzte im europäischen Ausland verdienen egal ob in England, in Holland oder in Belgien oft dreimal mehr als ein Deutscher Arzt.
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Geschrieben von Wolfgang Dollendorf ( wolfgang.dollendorf [at] rock-away.de )
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