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Über die aktuellen deflationären Tendenzen der Weltwirtschaft
Während die halbe Welt noch über Inflation und Lohn-Preis-Spiralen debattiert, sehen wirkliche Experten längst das Gegenteil verwirklicht: nach Meinung von immer mehr Fachleuten bewegt sich die Wirtschaft der USA und auch Deutschlands in eine deflationäre Phase hinein. Ein Hauptgrund dafür ist die erfolgte Vernichtung von Vermögenswerten seit Ausbruch der Finanzkrise. Alleine auf dem US-amerikanischen Häusermarkt wurden seit deren Ausbruch Werte von rund 4 Billionen US-Dollar vernichtet.

An den Aktienmärkten sieht es noch schlimmer aus. Hier beziffern Experten die weltweiten Verluste alleine innerhalb der letzten 1-2 Monate auf über 10.000 Milliarden Euro.

Das tückische an einer Deflation ist die Vernichtung von Sachwerten. Aktien und Immobilien sind in einer solchen Phase als Geldanlagen denkbar ungeeignet, da ihr Wert permanent sinkt. Auch bei Rohstoffen oder Edelmetallen sieht es nicht besser aus. Eine sinkende Nachfrage bewirkt bei gleich bleibendem Angebot eben fast immer einen sinkenden Preis.

Einzig Bargeld oder Sichtguthaben behalten ihren Wert bzw. werden auch ohne Zinsen immer mehr Wert. Sparer können in diesem Fall etwa auf ein Sparbuch als sichere Geldanlage oder die beliebten Tages- bzw. Festgeldkonten ausweichen, nur wird es darauf kaum noch Zinsen geben. Diese auf den ersten Blick recht ungewöhnliche Situation lässt sich schnell erklären: bei Inflation verliert Geld an Kaufkraft, man kann also in einem Jahr nur noch x Prozent dessen kaufen, was man heute mit einem bestimmten Geldbetrag erwerben kann. Bei einer Deflation ist es genau andersherum: die Preise sinken stetig, die Inflation ist negativ. In diesem Fall kann man also in einem Jahr mit derselben Summe an Bargeld mehr Waren kaufen, als heute.

Die Zeiten der heute noch so hohen Zinsen aufs Tagesgeld und Festgeld etwa dürften dann vorbei sein. Zu begründen ist eine solche Entwicklung damit, dass der Nachfragerückgang immer auch zu sinkenden Preisen für Waren und Dienstleistungen führen wird. Irgendwann können erste Unternehmen nicht mehr kostendeckend produzieren und stellen ihren Betrieb ein. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit und die Nachfrage sinkt noch weiter. Entkommen kann man einer solchen Abwärtsspirale nach Ansicht der Volkswirtschaftler nur durch staatliche Konjunkturprogramme.

Von diesem Punkt sind wir zwar noch ein ganzes Stück entfernt, aber man sollte besser vorbereitet sein, um gegebenenfalls mit einer solchen Situation umgehen zu können.

Geschrieben von Daniel Franke ( info [at] franke-media.net )

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