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Der Kunstwerkstoff Keramik
Die klassische Bezeichnung für Keramik ist Ton und kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. Die Keramik stellt den Grundstoff für das Töpferhandwerk und kommt dort schon seit Jahrtausenden zum Einsatz. Es werden unterschiedlichste Objekte getöpfert. Aber auch in vielen anderen Bereichen kann die Keramik verwendet werden. Grundsätzlich unterscheidet man in Feinkeramik und Grobkeramik. Aus Grobkeramik werden Produkte vor allem für das Baugewerbe hergestellt. So bestehen Ziegestein, Dachziegeln aber auch Abflussrohre aus Keramik. Die Feinkeramik kommt eher im Innenbereich zum Einsatz, wie zum Beispiel im Sanitärbereich. So sind Waschbecken oder auch Toilettenschüsseln aus Keramik. Auch wird die Gebrauchskeramik in der Küche, als Gefäßen, Gebrauchskeramik, Dosen, Vasen oder Geschirr eingesetzt. Aber auch in der Elektrik, der Elektronik und im Maschinenbau kommt sie zum Einsatz, da sie gegenüber anderen Werkstoffen viele Vorteile besitzt. So sind Stoffe extrem wasserunempfindlich und resistent gegenüber physikalischer und chemischer Verwitterung. Keramiken sind temperaturunempfindlich und auch extrem hitzbeständig. Des Weiteren kann die Keramik als elektrischer Isolator dienen. Durch spezielle Verarbeitung kann sie zudem recht bruchfest gemacht werden. Ihre Langlebigkeit erkennt man auch bei archäologischen Ausgrabungen.
Keramik besteht aus Aluminium-Silikaten und ist durch die chemische Verwitterung von Mineralen unter subtropischen bis tropischen Bedingungen entstanden. Die chemische Verwitterung bedingt die Umordnung und Substitution. Neben Aluminium-Silikaten beinhaltet Ton weitere Elemente, die die Färbung des Tons bedingen. So tritt Ton in unterschiedlichste Färbung auf. Die Färbung des Tons ist von tief schwarz bis weiß. Es gibt aber auch gelbe oder rote Ton. Keramik zeichnet sich durch eine spezielle Anordnung der Kristallstruktur aus. Eine besondere Eigenschaft erhält der Ton, nämlich seine Plastizität, durch die Einlagerung von Wassermolekülen in den Gitterbauplan. Das Wasser kann reversible eingelagert werden oder der Ton kann bis zu einem gewissen Grad reversibel austrocknen. Dies bedingt das Quellen und Schrumpfen und muss unbedingt beim Fertigungsprozess berücksichtigt werden, d.h. das Produkt kann bis um 10 % beim Trocknen Schrumpfen.

Geschrieben von Benjamin Creutzfeldt ( webmaster [at] andelshofen.de )

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