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Seien Sie doch mal ehrlich zu sich selber! Alle haben wir einen Führerschein, eine Lizenz zum Arbeiten (in Form eines Lehrbriefes) und weitere Dokumentationen, die einen beruflich weiterbringen. Somit hat auch irgendwann jeder mal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Beim Trainerschein war das doch auch Pflicht, aber wie viel ist davon hängen geblieben? Ein guter Trainer muss ein Grundwissen über medizinische Versorgung haben.
Wie kann ich sie vermeiden? Was genau ist ein Muskelkrampf und wie kann ich diesen vermeiden? Unter einem Muskelkrampf versteht: Eine unwillkürliche, schmerzhafte Dauerkontraktion eines Skelettmuskels, die meistens gegen Ende oder unmittelbar nach ermüdenden intensiven oder sehr langen Belastungen spontan auftritt. Der Sportler verspürt oft als Ankündigung einen dumpfen, ziehenden lokalen Schmerz im belasteten Muskel, eventuell auch kleinere, unwillkürliche Muskelzuckungen. Wird die Belastung nicht unterbrochen, so kommt es zu heftigen, krampfartigen Schmerzen und extremem Spannungsgefühl in der betroffenen Muskulatur. In diesem Stadium besteht eine starke Einschränkung der Bewegungsfähigkeit, so dass der Athlet nicht mehr in der Lage ist, seine Sportart weiter auszuführen. Bei Krämpfen, die ausschließlich bei der Sportausübung vorkommen, spricht man auch von belastungsassoziierten Muskelkrämpfen.
Merkmale von Muskelkrämpfen:
a. Sehr häufig oder sehr regelmäßig auftreten, b. Bereits bei geringen Belastungen oder regelmäßig auch in Ruhe oder im Schlaf entstehen, c. Einen schweren Verlauf zeigen und zusammen mit anderen Symptomen einhergehen wie zum Beispiel Übelkeit mit Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, dunkel gefärbtem Urin, Schwellungen der betroffenen Extremitäten teile, Störungen des Berührungsempfindens (z. B. hohe Druck- und Berührungsempfindlichkeit, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl), extremer Muskelschwäche, starken Schmerzen auch außerhalb des krampfenden Muskels oder gleichzeitig auch Krämpfen in der nicht belasteten Muskulatur d. Oder wenn andere Familienmitglieder ebenfalls unter häufigen Muskelkrämpfen leiden.
Wie kann man Muskelkrämpfen vorbeugen: Die Belastungsintensität und der Umfang im Training sollten langsam gesteigert werden und die Wettkampfplanung der tatsächlichen körperlichen Verfassung angepasst werden. Im Training soll man sich langsam an lange Belastungen gewöhnen, bevor ein Marathonlauf o. ä. geplant wird. Das im Wettkampf zu erwartende Anforderungsprofil muss rechtzeitig in der Trainingsplanung berücksichtigt werden. Zu eng anliegende Kleidung oder zu eng geschnürtes oder unpassendes Schuhwerk können zu Abschnürungen, Durchblutungsstörungen und Taubheitsgefühl führen und die Entstehung von Muskelkrämpfen begünstigen. Wer zu Muskelkrämpfen neigt, sollte unbedingt ein regelmäßiges Muskeldehnprogramm in sein Training integrieren.
Welche Rolle spielt die Ernährung? Ein rechtzeitiger und ausreichender Ersatz von Flüssigkeit, Kohlenhydraten und Mineralstoffen verhindert eine vorzeitige Ermüdung von Muskulatur und Zentralnervensystem und trägt dazu bei, das Risiko von Muskelkrämpfen zu senken. Mit dem Schweiß gehen vor allem die Mineralstoffe Natrium und Chlor, in erheblichem geringerer Menge auch Kalium, Kalzium und Magnesium verloren. Diese Mineralstoffe sind unter anderem verantwortlich für das elektrochemische Gleichgewicht von Nerven- und Muskelzellen. Störungen ihres Mengenverhältnisses zueinander können eine erhöhte Krampfbereitschaft der Muskulatur bewirken. Mineralstoffverluste werden am besten in Form geeigneter Wettkampfgetränke ersetzt, wobei vor allem auf einen ausreichenden Natriumgehalt (400 - 800 mg/l) der Getränk geachtet werden sollte. Mineralstoffe sollten niemals in Form von Pulvern oder Mineraltabletten im Wettkampf ersetzt werden. Diese Form ist viel zu konzentriert und begünstigt Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und damit auch die Entstehung von Magen-Darm- und Muskelkrämpfen
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