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Der Tschechoslowakische Wolfshund
Ihren Ursprung findet die Hunderasse des Tschechoslowakischen Wolfshundes 1955 in der ehemaligen Slowakei. Karel Hartl, ein Ingenieur und Biologe versuchte
deutsche Schäferhunde mit Karpatenwölfen zu paaren. Grundgedanke war es dabei eine Rasse zu schaffen, die sowohl das Rudelwesen und die hohe Lernfähigkeit des deutschen Schäferhundes beibehalt, als diese Eigenschaften mit der körperlichen Konstitution und der hohen Widerstandsfähigkeit des Wolfes zu vereinen.

Einsatzgebiete für den Tschechoslowakischen Wolfshund sollten dabei vornehmlich der Militär-, als auch der Schutz- und Rettungsdienst sein. 44 Jahre später sollte diese Rasse erst den Einzug in den offiziellen FCI-Zuchtstandard erhalten, genauer
FCI Standard Nr. 332, Gruppe 1, Sektion 1.

Die Erscheinung des Tschechoslowakische Wolfshund kommt einem langbeinigen Schäferhund nahe, dessen Fellfarbe sehr an das Äußere eines Wolfes erinnert.
Wie sehr das Aussehen dem Wolf ähnelt ist in erster Linie abhängig von der Zuchtlinie. Bei diesen Genrationen, die das Tier vom reinrassigen Wolf entfernt ist, spricht man von F1 (Vater ist reinrassiger Wolf)- ca. F6 Generation (Vor 6 Generationen wurde ein reinrassiger Wolf in den Wurf gekreuzt). Neben dem Aussehen besitzen Tiere mit höherem Wolfsanteil natürlich auch mehr wolfstypisches Verhalten (Gier beim Fressen, Scheu). Gerade diese Eigenschaften erschweren die Erziehung, bzw. Prägung auf den Menschen. Tschechoslowakische Wolfshunde werden ca. zwischen 75-80 cm groß und sollten ein Gewicht von 45 Kg nicht überschreiten. Eine weitere Besonderheit dieser Hunde ist das artuntypische Verhalten beim Kommunizieren. Die meisten Tschechoslowaken bellen nicht, sondern äußern sich eher durch Heul- oder Brummlaute.

Das o. a. wolfsnahe Verhalten verlangt vom Halter einiges ab. Ein Tier dieser Rasse sollte nicht in Anfängerhände gegeben werden. Es ist zwangläufig nötig den Hund frühstmöglich an seine Umwelt zu gewöhnen, um seine natürliche Scheu abzubauen. Traurige Realität ist es, dass aufgrund der genannten Eigenschaften und überforderter Besitzer diese Tiere häufig im Tierheim anzufinden sind. Um diesem Trend entgegenzuwirken sollte ein potenzieller Hundehalter sich daher ausführlich mit dieser Hunderasse beschäftigen!

Geschrieben von Andree Meinecke ( ameinecke [at] googlemail.com )

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