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Geschichte der ersten Fallschirmspringer

Die Anfänge beim Fallschirmspringen:

Das Fallschirmspringen ist in den Gedanken der Menschen schon seit vielen Jahrhunderten verankert. Wie ein Vogel durch die Lüfte zu fliegen war der Grundgedanke in den Fantasieen der Menschheit. Heute ist all dies keine Fantasie mehr. Wie ein Vogel zu fliegen wurde Wirklichkeit. Das Fallschirmspringen hat dies ermöglicht. Schon Anfang des vierzehnten Jahrhunderts wurden die ersten primitiven Versuche gestartet. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden die Konstruktionen immer besser und fortschrittlicher, bis im Jahre 1819 ein Franzose namens Charles Guille in 3000 Metern Höhe aus einem Heißluftbaloon mit seinem Fallschirm absprang. Eine der bedeutensten Fallschirmspringerinnen ist Käthe Paulus. Die Deutsche aus Frankfurt/Main hatte die Idee den Fallschirm in eine Art Umhüllung (wie ein Regenschirmfutteral) zu packen. Sie beschäftigte sich lange mit diesen Techniken und kam zu dem Entschluß dass der Fallschirm sorgfältig gefaltet und präzise genau in die Umhüllung gelegt werden müßte. Die Fallschirmleinen sollten in 2 Hälften geteilt und voneinander getrennt werden, um zu verhindern dass sich die Leinen ineinander vernesteln. Die Leinen sorgfältig zusammenlegen, auf die Umhüllung (den Sack) legen und das Ganze mit einem breiten Gummigurt zuziehen. Das war im Jahre 1890. Ab da absolvierte Käthe Paulus mehr als 100 Sprünge aus 1000 Metern Höhe mit ihren selbstkonstruierten Fallschirmen und dem von ihr erfundenen Verpackungssystem. Die Fallschirme der Käthe Paulus gingen in die Geschichte ein als erste brauchbare Rettungsschirme. Im ersten Weltkrieg konnte dadurch vielen Ballonbeobachtern das Leben gerettet werden. Sie eröffnete in Berlin eine Fabrik und stellte etwa 7000 Fallschirme und dem dazugehörigen Verpackungssystem her. 1911 sprang der Amerikaner Grant Morton als erster aus einem Flugzeug. Er hatte einen sogenannten Seiden-Fallschirm, den er unter dem Arm trug. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Etwa 1912 wurde von einem Italiener namens Pino der Rückenfallschirm konstruiert. Bei dieser Konstruktion zog ein kleiner Hilfsschirm den Hauptschirm beim Öffnungsvorgang aus dem Verpackungssystem. 1930 sprang Richard Kohnke aus 7800 Höhenmetern aus einem Flugzeug und zog erst nach 142 Sekunden im freien Fallen seinen Fallschirm. Heute ist das Fallschirmspringen aus den Luftsportarten gar nicht mehr wegzudenken.



Geschrieben von Erich Kraus ( web [at] airrich.de )

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