Startseite arrow Geschichte arrow Mexiko: Spanische Eroberer schliefen auf Hängematten



Die Eroberer des Aztekenreichs erholten sich auf Hängematten.

Spanische Eroberer schliefen auf Hängematten

Fast 300 Jahre war das heutige Mexiko nichts anderes als eine spanische Kolonie, ein Vizekönigreich von Spanien. Erst im Jahre 1810 löste sich Mexiko von der Herrschaft der Eroberer, die mit der Ankunft einer spanischen Expedition unter Führung von Francisco Hernández de Córdova und Juan de Grijalva im Jahre 1518 seinen Anfang nahm. Die beiden Spanier erreichten die mexikanische Halbinsel Yucatán, auf der sie nicht nur die Hochkultur der Azteken, sondern auch sehr viel Goldbestände fanden. Die Spanische Eroberung Mexikos dauerte von 1519–21 an. Im Vergleich zu den Azteken waren die Spanier hinsichtlich der Waffentechnik den Azteken deutlich überlegen. Aber die Azteken kamen mit eingeschleppten Krankheiten nicht zu recht, so dass sie auch diesbezüglich den Spaniern unterlegen waren. Außerdem konnten die spanischen Eroberer sich auf Hängematten ausruhen und sich so auf die neuen Kämpfe vorbereiten.

Nach der Unabhängigkeit von Spanien regierte in Mexiko ein Kaiser

Schließlich erreichte im Jahre 1521 die spanische Krone ihr Ziel und konnte die Macht von den Azteken endgültig für einige Jahrhunderte in der Region übernehmen. Nach dem Mexiko im Jahre 1810 seine Unabhängigkeit postuliert hatte, kam es zu einer längeren militärischen Auseinandersetzung, die aber 1821 letztendlich von der mexikanischen Seite entschieden werden konnte. Aber anders als in den Vereinigten Staaten von Amerika gab es in Mexiko zunächst trotzdem keine demokratischen Verhältnisse. Das erste Staatsoberhaupt des jungen souveränen Staates ernannte sich ein Jahr nach der Unabhängigkeit selbst zum Kaiser.

Texas erklärte 1836 seine Unabhängigkeit von Mexiko

Auch wenn die mexikanischen Unabhängigkeitskämpfer gegen das Königreich Spanien die Schlacht gewannen, gegen die US-amerikanischen Truppen indes verloren sie. Während des ab 1846 zwei Jahre dauernden mexikanisch-amerikanischen-Krieges verloren nicht nur über 25.000 Soldaten aus Mexiko ihr Leben, sondern der einst große Staat verlor große Flächen an den Nachbarstaat im Norden. Erst durch diesen Krieg kamen die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico, Colorado, Wyoming und Teile von Arizona an die USA. Der heutige Bundesstaat Texas hatte bereits zehn Jahre vor dem Krieg, 1836, seine Unabhängigkeit von Mexiko erklärt.


Geschrieben von Christian Bergmann ( werbetext [at] gmx.de )

Benutzer Bewertung: / 2
SchlechtSehr Gut 


PDF Drucken E-Mail

 
 
< zurück weiter >