Beim Snowboarden steckt mehr dahinter, als man denkt
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Der Wintersport schlechthin ist für Jugendliche wohl das Snowboarden. Man steht in lockerer Haltung auf dem Board, Kopf cool zur Seite und ab geht’s - aber wie das Snowboard aufgebaut ist und warum es sich im Schnee so unterschiedlich verhalten kann, das weiß kaum einer von ihnen. Trotz Allem hängt von der Bauweise und den Materialien des Snowboards viel mehr ab, als nur der Preis.
Die Form des Snowboards
Im Durchschnitt sind Snowboards etwa 120-180 cm Lang und 30 cm breit. Man unterteilt sie in verschiedene Typen, wie das Raceboard, Freestyleboard oder das Carvingboard. Alle bestehen aber aus den zwei Schaufeln, jeweils vorne und hinten, sowie aus dem Mittelkörper. Die vordere Schaufel nennt man Nose, während die hintere Tail genannt wird. An diesen beiden Stellen ist das Board am breitesten, es nimmt zur Mitte hin ab. Diese Differenz aus Schaufel- und Mittenbreite nennt man dann Taillierung. Je größer sie ist, desto wendiger und aggressiver ist das Snowboard. Starke Taillierungen findet man vor Allem bei Carvingboards, die besonders scharfe Kurven fahren müssen. Wie stark Tail und Nose abgerundet sind hängt zum Großteil vom Snowboardtyp ab.
Flexibilität der Snowboards
Wichtig für Leute, die öfter als gute drei Mal im Jahr Snowboarden gehen, ist wohl die Flexibilität. Sie hat große Wirkung auf Eigenschaften wie Schwung, Drehfreudigkeit oder Kantengriff. Es gibt drei verschiedene Arten von Flexibilität am Snowboard: Die Vorspannung, Biegelinie und Torsionssteifigkeit. Die Vorspannung sorgt für eine ausgeglichene Belastung der kompletten Base. Sie drückt die Snowboardmitte, auf der der Fahrer steht, nach oben und gleicht so das Gewicht des Snowboarders aus. Die Biegelinie ist von oben gesehen die senkrechte Symmetrieachse des Boards. Je weicher sich das Snowboard hier durchbiegen lässt, desto drehfreudiger verhält es sich. Die Torsionssteifigkeit ist das verdrehen des Boards gegen sich selbst in der Längsachse. Anders ausgedrückt: Jeder packt das Board an einem Ende und man dreht es jeweils in die entgegengesetzte Richtung. Hier kommt es auch die goldene Mitte an, denn ist die Torsionssteifigkeit zu groß oder zu klein, leidet der Kantengriff darunter.
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Woraus ein Snowboard besteht
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Man unterscheidet beim Snowboardbau zwei Bauweisen: Die Sandwichbauweise und die Capbauweise. Im Allgemeinen ist der Grundaufbau der beiden Bauweisen sehr ähnlich.
Die Sandwichbauweise
Bei der Sandwichbauweise wird der Kern von einem Unter- und Obergurt bedeckt, die beide meistens aus Fiberglas bestehen. Die oberste Schicht liegt direkt über dem Obergurt und nennt sich Oberbelag. Er ist, was man direkt auf der Oberfläche sieht und anfassen kann. Seitlich schützt eine Seitenwange aus Acrylnitrit-Butadien-Styrol (ABS) den Kern vor Schäden. Unterhalb des Untergurtes befindet sich ein Glasfaserlaminat, darunter wiederum die eigentliche Base. Sie werden seitlich von einer gehärteten Stahlkante geschützt.
Die Capbauweise
Die Capbauweise hat keine Seitenwangen und auch keinen Untergurt. Der Obergurt und der Oberbelag werden wie eine Haube bis zu den Stahlkanten runtergezogen. Der Kern liegt wegen des fehlenden Untergurtes direkt auf dem Glasfaserlaminat an. Dadurch wird das Board günstiger, aber auch anfälliger gegen Schläge von der Seite.
Kernbauweisen
Der Kern selbst ist so wichtig, dass er eigene Produktionsmethoden hat. Er kann aus Holz, Aluminiumwaben, Kunststoff oder einer Karbon-Kevlar Verbindung bestehen. Mittlerweile mischt man aber die Stoffe, um das Board leicht und trotzdem stabil bauen zu können. Dafür legt man beispielsweise Holzstreifen in einen Schaumstoffkern, fräst Nuten in einen Holzkern oder verwendet neue Strukturen, die alleine von der Form her Stabilität bieten.
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Die Bindungen eines Snowboards und der Angle
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Schon Anfangs haben sich beim Snowboarden schnell gute Bindungstypen durchgesetzt. Heute sind die meistverbreiteten die Soft Bindung, die Platten Bindung und die Step In Bindung. Alle haben verschiedene Vorteile, die vor Allem für unterschiedliche Fahrstile genutzt werden. Die Soft Bindung bietet dem Fahrer viel Beinfreiheit, also ist sie gut für Tricks. Die Platten Bindung wird mit Hardboots gefahren und hat eine fast komplett verlustfreie Kraftübertragung. Sie wird bei Snowboards eingesetzt, bei denen man volle Kontrolle braucht – wie dem Raceboard. Die Step In Bindung kann mit allen Boots gefahren werden, hat eine gute Kraftübertragung und bietet dazu einen schnellen Einstieg.
Nicht nur der Bindungstyp ist wichtig, sondern auch die Ausrichtung. Der Angle ist der Bindungswinkel. Er kann immer und überall verstellt werden und ist auf den Bindungen ablesbar. Gemessen wird er parallel zur Biegelinie und in Grad angegeben, zum Beispiel 30°/20°. Hier kommt es wieder zum Großteil auf den Fahrstil an. Raceboarder haben einen stumpfen Angle von etwa 50°/45° bist 70°/60°, während Freestyleboarder mit einem sehr spitzen Angle von 0°/-5° bis 30°/-14° fahren. Die Feinabstimmung ist Gewohnheits- und Geschmackssache, aber einen Freestyleboard-Angle mit einem Raceboard zu fahren wäre Unsinn. |
Geschrieben von Dimitrij Fuchs ( webmarketing [at] yoff.de )
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