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Von der Besiedlung bis heute
Ursprünglich siedelten sich der germanische Stamm der Sachsen im heutigen Holstein und im Norden Niedersachsens an. Im 5. Jahrhundert wanderte dann ein Teil der Sachsen, gemeinsam mit den Angeln und den Jüten, nach Britannien aus.

Das Gebiet des heutige Nordwestsachsen gehörte schon vor dem 6. Jahrhundert zum Stamm der Thüringer, die Attila und seinem Hunnenreich unterstanden. In der 2. Hälfte des 5. Jahrhunderts, nachdem das Hunnenreich zerfallen war, konnte ein eigenständiges thüringisches Königreich entstehen, dessen Ostgrenze sich durch das heutige Sachsen schlängelte. Das übrige heute sächsische Gebiet wurde von den Slawen besiedelt und stand als Sorbische Mark in loser Abhängigkeit zum Frankenreich. In den Jahren 929/930 wurde das Gebiet den Slawen durch König Heinrich I. entrissen und ins Deutsche Reich eingegliedert. Man ließ die Burg Meißen errichten, die Namensgeber für die 965 durch Kaiser Otto I. gegründete Mark Meißen sein sollte. Man spricht von der „Wiege des heutigen Sachsens“.

Heinrich I. von Eilenburg war der erste Wettiner, der 1089 mit der Mark Meißen belehnt wurde. Nach dem Aussterben der Wittenberger Askanier wurde dem Wettiner Friedrich IV. der Streitbare 1423 vom König das Herzogtum Sachsen-Wittenberg übergeben. Die Wettiner erlangten auch die Kurwürde, wodurch sie als "Kurfürsten von Sachsen" zu einem der mächtigsten Fürstenhäuser Deutschlands wurden. Die Mark Meißen und Sachsen wurden nun immer mehr als eine Einheit angesehen.

Im Jahre 1485 teilten die aus dem sog. Prinzenraub bekannten Brüder Ernst und Albrecht ihren Besitz, den sie bisher gemeinsam regiert hatten. Es entstanden ernestinische und albertinische Linie der Wettiner.

Im Jahre 1694 übernahm die bekannteste Person Sachsens die Regierungsgeschäfte als Kurfürst: August der Starke. Um neben Sachsen auch Polen als König regieren zu können, trat er 1697 zum katholischen Glauben über. Unter seiner Herrschaft und der seines Sohnes erblühte Dresden zu neuem Glanz. Bauwerke wie der Zwinger und die Frauenkirche wurden geschaffen. Im Siebenjährigen Krieg stand Sachsen dann auf der Seite Österreichs und war ständig Ort großer Schlachten.

Anfang des 19. Jahrhunderts kämpfte Sachsen während der Befreiungskriege zunächst auf der Seite der Verbündeten gegen Napoleon, musste aber bereits 1806 unter französische Besatzung dem Friedensschluss zustimmen und wurde Mitglied des Rheinbunds. Napoleon erhob Kurfürst Friedrich August III. zum König von Sachsen, der nun an dessen Seite kämpfte und verlor.

Sachsen wurde nach anfänglicher Ablehnung 1866 Mitglied im Norddeutschen Bund unter Führung Preußens. Nach dem ersten Weltkrieg dankte der letzte sächsische König 1918 ab. Dann übernahmen Arbeiter- und Soldatenräte die Macht in Sachsen.

Nach 1945 fiel das Land in die sowjetische Besatzungszone und ab 1949 gehörte es zum Gebiet der DDR, wo es in 3 Bezirke geteilt wurde. Nach der politischen Wende 1990 wurde Sachsen in seiner heutigen Form neu gegliedert und gehört heute zu den neuen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland.



Geschrieben von Josch Bremer ( joschbremer [at] gmx.de )

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