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Die Lichtfeldkamera ändert, wie wir Fotos machen
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Die Geschichte der Fotografie ist noch relativ jung. Während das Konzept der Lochkamera schon seit dem Altertum bekannt war, fehlte es den Möchtegernfotografen jedoch an Möglichkeiten, ein Bild dauerhaft aufzunehmen. Der große Durchbruch gelang einem Franzosen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Monsieur Niepce war in der Lage, eine Kamera zu konstruieren, die dauerhafte Bilder machen konnte. Schon bald erkannten andere Erfinder das Potenzial seiner Entdeckung und begannen damit, die Fotografie zu perfektionieren. Ein Durchbruch war sicher die Miniatisierung der Kameras, an der die deutsche Fotografie-Industrie einen maßgeblichen Anteil hatte. Danach ist sicher die Popularisierung des Rollfirms durch Eastman Kodak eine wesentliche Innovation. Ein weiterer Durchbruch stellt die Einführung der Digitalfotografie zu Ende des vergangenen Jahrhunderts dar. Nun war es erstmals möglich, Bilder zu speichern und auf Wunsch auszudrucken. Doch all diese Innovationen haben an einem Grundprinzip der modernen Fotografie nicht rütteln können. Hierbei handelt es sich um die Schärfe eines Fotos. Ein unscharfes Foto oder die unscharfen Teile eines Fotos lassen sich nachträglich, selbst unter Verwendung von elektronischen Bildbearbeitungsprogrammen wie PhotoShop, nicht mehr scharf machen. An genau diesem Problem setzt die Lytro Lichtfeldkamera an. Lytro ist einer dieser amerikanischen Start-ups, in denen ein brillianter Erfinder direkt von der Universität aus ein Produkt zur Marktreife entwickelt. Das erst vor wenigen Jahren gegründete Unternehmen hat in den vergangen Monaten mit der Ankündigung seiner Lichtfeldkamera für Furore gesorgt. Das Konzept einer Lichtfeldkamera war natürlich schon seit längerem bekannt, aber noch niemandem war es gelungen, die technischen Hürden auf dem Weg zu einer Kamera, die mit dem Lichtfeld umgehen kann, zu meistern. Lytro hat seine Lichtfeldkamera für Anfang 2012 versprochen. Die bereits im Internet kursierenden Fotos dieser Kamera haben großes Erstaunen aufgelöst. Es scheint nun also möglich zu sein, die Schärfe eines Bildes nach dem Aufnehmen noch verändern zu können. Dies stellt wahrlich eine Revolution in der Fotografie dar. Denn viele professionelle und Hobby-Fotografen kämpfen immer mit der Scharfstellung der Kamera. Während moderne Kameras diese Aufgabe mit schnellen und guten Autofokus Steuerungssystemen abnehmen, bestehen aber immer noch zwei Probleme. Zum einen benötigt der Autofokus Zeit, um das Bild scharf zu stellen. Zum anderen kann der Autofokus insbesondere auch bei Schnappschüssen auf dem falschen Bildteil liegen. Die Lichtfeldkamera kann beide Probleme beheben. Damit kann man praktisch einfach „draufhalten“ und später die Schärfe auf die gewünschten Zonen einstellen. Das sollte sicher stellen, dass man nie mehr unscharfe Bilder hat, weil man versehentlich auf den falschen Gegenstand oder Bereich fokusiert hatte. Autor: Gunda Mertens Geschrieben von Gunda Mertens ( g [at] lichtfeldkamera-test.de ) |
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