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Die Bräuche des alten Ägypten

Die Mumifizierung


Ebenso wie die Wikinger ihre Runen dazu nutzten, ihr Leben für die Nachkommen festzuhalten und um ihre Gegner zu verzaubern, so ließen auch die Ägypter ihrer Hieroglyphenschrift eine besondere Rolle zuteilwerden. Etliche wohlhabende Bürger ließen sich ihre eigene Lebensgeschichte auf dem Papyrus verfassen oder in ihren Grabwänden einmeiseln.

Nach dem ägyptischen Glauben gab es ein Leben nach dem Tod. Nach dem Tod tritt die Seele des verstorbenen eine lange Reise an, die entweder im Reich des Osiris oder bei der Göttin Ammit enden würde. Diese Totenreise war aber nur möglich solange der Körper erhalten blieb.


Der Weg in das Jenseits

Ohne Körper kann kein Geist existieren und ohne Geist ist der Leib nur eine leblose Hülle. Um den Verwesungsprozess des Leichnams zu stoppen, entwickelten die Ägypter eine außergewöhnliche Verfahrenweise welche sie Mumifizierung nannten. Eine anständige Mumifizierung konnten sich meist nur wohlhabende ägyptische Bürger leisten. Diese liefen große Gefahr, Opfern von Grabräubern zu werden. In der Regel konnten nur die armen Ägypter hoffen von den Grabräubern verschont zu bleiben. Die meisten Grabräuber standen in enger Verbindung mit dem Geschäft des Todes. So konnten unter anderem Totengräber während ihrer Ausgrabungen auf alte Grabkammern stoßen und sich an den Grabbeigaben vergreifen.Da die Bestatter zu den letzten Menschen gehörten die eine Mumie verabschiedeten, liegt der Verdachte nahe das sie oftmals zu den Grabräubern gehörten. 


Tiermumien

Die Ägypter bestatteten nicht nur die Menschen sondern auch Tiere nach den Bräuchen der Mumifizierung. In einigen Fällen wurde das mumifizierte Tier mit in die Grabstätte des Toten gelegt und sollte ihm als Nahrung zu dienen oder es war ein geliebtes Haustier. Die meisten Tiermumien bestanden aus heiligen Tieren.. Sie wurden nach allen Formen der Bestattungsriten in das Jenseits beigesetzt. Diese Tiere wurden auch mumifziert um die Gunst eines Gottes zu erlangen oder sie zumindest gnädig zustimmen. Einige der Tiere wurden auch auf von Priestern geweihten Tierfriedhöfen beerdigt.


Geschrieben von Rene Rutenbeck ( rene.rutenbeck [at] gmx.de )

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