Unter Tauchern eine Legende. Dieses Wrack bietet Tauchern wirklich alles. Obwohl jedes Jahr von tausenden Tauchern besucht - ein Zwischenstopp bei der Thistlegorm lohnt nach wie vor. Zu den Vorteilen beim Betauchen der Thistlegorm gehört die normalerweise schwache Strömung, die meist gute Sichtweite und die im Allgemeinen ungefährliche Tiefe. Ein Nachteil sind die großen Menschenmassen, die dieses Wrack besuchen.
Nicht selten sind mehr als 20 Tauchboote über dem Wrack vertäut und Sie können sich sicher sein, dass Sie während ihres Tauchgangs auf zahlreiche andere Taucher treffen.
Dies kann besonders an der Oberfläche ein Problem darstellen, wo sich viele Tauchführer wenig verantwortungsvoll, ja rücksichtslos verhalten, was die Sicherheit angeht. Wenn die großen Tauchboote versuchen, sich in eine gute Position zu drängeln, stoßen sie oft zusammen, so dass sich der unvorsichtige Taucher beim Auftauchen in einem Wirrwarr von Ankerleinen verheddert.
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Die Thistlegorm war nur 126 Meter lang und kann deshalb in einem einzigen Tauchgang erkundet werden. Das gilt insbesondere, wenn man Nitrox verwendet, um die Grundtauchzeit zu verlängern. Doch es lohnt auf jeden Fall, sich viel Zeit zu nehmen, um das Wrack ausgiebig zu erkunden. Es liegt aufrecht auf dem Sandgrund und nur das Heck ist abgebrochen und liegt auf der Steuerbordseite. Der mittlere Bereich ist zwar weitgehend aufgebrochen – Folge der Bombenexplosion vor so vielen Jahren –, doch das Heck ist noch relativ intakt. Die vorderen Laderäume bergen wahre Schätze. Die meisten Tauchgänge beginnen entweder am Bug oder – viel häufiger – direkt über den vorderen Laderäumen–, die als eine Kreuzung von Waffenarsenal und Museum erscheinen. Der Zugang zu den Laderäumen stellt sich als relativ einfach heraus. In Laderaum Nummer 1 gibt es auf den niedrigeren Ebenen Kisten mit Gewehren des Typs Lee Enfield Mk. 3, Ersatzteile für Flugzeuge und zahlreiche Schlauchboote. Weiter unten im Frachtraum stößt man auf zwei große gepanzerte Rolls-Royce-Fahrzeuge, deren Markenzeichen aber schon vor langem entfernt wurden. In der oberen Ebene findet man britische Autos der Marke Morris und die berühmten BSA-WDM 20-Motorräder, die speziell für Kriegszwecke hergestellt wurden.
Die Steuerbordseite des Laderaums Nummer 2, in den man über den ersten Laderaum oder von oben gelangt, birgt mehrere große Bedford-Lastwagen in den unteren Bereichen, von denen einige noch Motorräder auf der Ladefläche haben. Hier gibt es außerdem tragbare Generatoren, Container und weitere Motorräder. Auf dem Meeresgrund in 30 Meter Tiefe, direkt vor Laderaum Nummer 4 und in etwa 20 Meter Entfernung vom Hauptwrack, liegt eine der beiden Dampfloks, die die Thistlegorm beförderte.
Man kann durch eine der Türen im Brückendeck schwimmen, um in den Kartenraum, die Offiziersmesse und die Baderäume zu gelangen. Einer der bekanntesten Räume ist das Bad des Skippers, das heute teilweise mit Schlick gefüllt ist und von Röhrenwürmern bewohnt wird. Die Decken haben hier häufig eine spiegelglatte Oberfläche– verursacht durch die Luftschichten, die der nicht abreißende Strom von Tauchern hineinträgt. Auch das Heck lohnt einen Besuch, wenn es die Zeit erlaubt, schon allein wegen der großen Schiffsschraube, die sich noch gut erhalten an ihrem Platz befindet. Auf diesem Deck gibt es außerdem die Mannschaftsquartiere und ein 7-Zentimeter-Geschütz zu sehen.
Weitere interessante Spots unter www.tauchen-ultimativ.de
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