Das Klima auf Korsika: Korsika - Vielfalt auch beim Wetter
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Die französische Mittelmeerinsel Korsika ist trotz ihrer geringen Ausdehnung - sie umfasst gerade einmal 8680 Quadratkilometer - klimatisch sehr vielgestaltig. Dies liegt daran, dass sie (bis auf einen schmalen Küstenstreifen im Inselosten) zum Inneren hin steil und bis auf eine Höhe von 2706 Metern ansteigt; über zwanzig Berge erreichen eine Höhe von über 2000 Metern! Ihr alpiner Charakter zeigt sich auch in einem entsprechenden Klima mit rauen Winden und zeitweise viel Schnee. Auf Korsika ist der Wind überall ein klimatisch bedeutungsvoller Faktor; je nach seiner vorherrschenden Richtung und damit seiner Herkunft bringt er nicht nur für die 1000 Kilometer Küstenstrecke, sondern auch für das gebirgige Hinterland bestimmte, teilweise jahreszeitentypische Wetterlagen mit sich. Dass diese Winde verschiedene Namen besitzen, ist daher nur selbstverständlich. |
Warm am Meer, kühl in den Bergen
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| Das mediterrane Küstenklima bietet heiße, meist trockene Sommer und feuchte, milde Winter. Besonders in den windabgewandten Felsbuchten kann es bis zu 40 Grad Celsius heiß werden. Auf den Bergen des Binnenlandes ist es deutlich kühler und auch niederschlagsreicher, da sich hier je nach Windrichtung die Wolken stauen und abregnen. Schnee ist im Winter bei den Bergen des Hinterlandes üblich. |
Insel des Windes
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Neben dem tagsüber zumeist auflandigen Wind (mezziornu, kühlend) und dem nachts entsprechend ablandigen Wind (terranu, angenehm für den Luftaustausch im Sommer) sind folgende Winde bekannt: Aus dem Nordwesten kommt der kalte Mistral, der auch auch auf dem mediterranen Festland weht. Weil er zudem nur eine kurze Strecke über das Ligurische Meer zurücklegen muss, führt er keine Feuchtigkeit mit sich. Aus Westen weht der weitaus seltenere, heiß-trockene Ponente. Am häufigsten weht der Wind aus Südwesten. Er heißt dann Libeccio und ist nicht an bestimmte Temperaturen gebunden. Oft führt er, über das westliche Mittelmeer kommend, Regen mit sich. Aus Südost kommt der heiße und feuchte Scirocco, der selbst afrikanischen Wüstensand über das Meer bis nach Korsika tragen kann. Scirocco bedeutet auch erhöhte Gewitterneigung. Der Ostwind Levante ist nach seinem Weg über die Tyrrhenische See mäßig warm und feucht; dreht er auf Nordost, wird er Grecale genannt und wird wärmer, schwüler und damit gewittriger.
Tipps für Reisende Für die Küstenregionen sind deshalb Frühsommer und Frühherbst die besten Reisemonate. Es ist angenehm warm, ohne heiß zu sein, und in den Nächten macht sich der ausgleichende Einfluss des Meeres angenehm bemerkbar. Bergwandern ist ebenfalls in dieser Zeit am angenehmsten; vorsehen sollte man sich bei den teils heftigen Gewittern, die auch unscheinbare Bergbäche kurzfristig in gefährlich reißende Ströme anschwellen lassen können. Die Berge sind besonders im Januar und Februar schneesicher und für Skifahrten geeignet. Die Küsten um Sardinien sind eher etwas für geübte Segler, denn die durch die zahlreichen Felsvorsprünge teils erratischen Winde (und die entsprechenden Strömungen) erfordern Geschick und gute Kenntnisse der jeweiligen Verhältnisse.
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Geschrieben von Theo Tramsen ( theo63 [at] yahoo.de )
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