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Die klassischen Ausreden untreuer Partner

Es besteht wohl kaum ein Zweifel, dass eine Partnerschaft ohne gegenseitige Treue über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt ist. Ohne Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit kann sich letztlich keine dauerhafte und stabile Beziehung zwischen zwei Menschen entwickeln, die zudem noch durch ein hohes Maß an Liebe gekennzeichnet ist. So ist auch kein Wunder, dass verliebte Paare meist eine relativ niedrige Schmerzgrenze besitzen, wenn es sich um den Seitensprung und das Fremdgehen im Allgemeinen dreht. Diese Tendenz spiegelt sich auch in sämtlichen Trennungsstatistiken wieder. Demnach zählt die Untreue in Partnerschaften mit zu den häufigsten Trennungs- und Scheidungsgründen überhaupt.

Wer seinen Partner betrogen hat, setzt für gewöhnlich alles daran, den Seitensprung vor seinem Partner zu verheimlichen. Doch nicht immer kann der Fremdgänger seine „Machenschaften“ für ewig geheim halten und sein Doppelleben unbemerkt genießen. Spätestens beim Bekanntwerden der Wahrheit befindet sich der zweigleisig fahrende Partner in höchster Erklärungsnot und muss dem Betrogenen eine halbwegs glaubwürdige Geschichte auftischen. Auch wenn es sich meist nur als hilfloser Versuch, die angeknackste Beziehung zu retten, herausstellt, oft scheint es die einzige, wenn auch vage Möglichkeit zu sein, den anderen von der eigenen Unschuld zu überzeugen.

Eine klassische Ausrede, wenn es um den Seitensprung geht, ist der Alkohol. Der bewusstseinstrübenden Flüssigkeit wird viel angedichtet. Doch gerade Fremdgänger nutzen dieses klassischen Vorwand, um ihre Schuld abzuschwächen und eine geeignete Ausrede für ihr „Vergehen“ parat zu haben. Scheinbar ist diese Methode von Erfolg gekrönt, denn viele hintergangene „akzeptieren“ derartige Ausflüchte und vergeben ihren untreuen Partner aufgrund mildernder Umstände. Eine weitere beliebte Möglichkeit, von sich abzulenken, ist die scheinbar hilflose Opferrolle zu mimen. So ist die feurige Affäre an allem Schuld. Schließlich war sie es, die einen verführt hat und willenlos gemacht hat. Aber auch diesem „Unschuldsbeweis“ unterliegen viele Betrogene und suchen tatsächlich die Schuld bei der Affäre und vergessen dabei ihren untreuen Partner. Der hintergangene Part sollte daher die Ausflüchte des vermeintlichen Opfers als das sehen was sie eigentlich sind – als Versuche, die Verantwortung des eigenen Handels auf andere Personen oder Gegebenheiten abzuwälzen.



Geschrieben von Marc Martin ( webdesign [at] unknownsoul.de )

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