Eine große Zahl von Optionen
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Wer sich in Deutschland oder im Ausland mit einer Spende finanziell engagieren möchte, findet dafür meist mehr Möglichkeiten, als im lieb ist. Zahlreiche Organisationen setzen sich weltweit für die Belange von armen, unterdrückten oder verfolgten Menschen ein. Um die eigene Spende sinnvoll und persönlich befriedigend zu platzieren, sollte man sich daher gut informieren.
Hier einige Tipps für die Auswahl eines geeigneten Spendenzwecks.
In einem ersten Schritt ist es hilfreich, für sich selbst einige zentrale Fragen zu klären: Gibt es einen Spendenzweck oder einen gesellschaftlichen Missstand, der mich menschlich berührt und zum Handeln motiviert? Suche ich den persönlichen Kontakt zu hilfsbedürftigen Personen (zum Beispiel per Patenschaft) oder kommt es mir nur auf einen effizienten, zweckdienlichen Einsatz des Geldes an? Möchte ich mich lieber in meinem Heimatort, in Deutschland oder im Ausland (beispielsweise in unterentwickelten Staaten) engagieren?
Diese Weichenstellung ermöglicht es, in Frage kommende Organisationen grob zu selektieren. Gerade kleine und mittelgroße Spendenorganisationen haben ein klares Aktionsprofil. Manche Initiativen unterstützen ganz gezielt einzelne Projekte und bieten sogar die Chance, die Verwendung der Mittel persönlich mitzugestalten. Je größer die gewählte Organisation ist, desto vielfältiger sind in der Regel die Handlungsfelder - und desto geringer ist die Möglichkeit der Einflussnahme für den einzelnen "Durchschnittsspender".
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Informationen recherchieren
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Eine gute - weil schnelle - Informationsquelle ist das Internet. Schon mit der Eingabe weniger treffender Begriffe in eine Suchmaschine lassen sich potenziell interessante Projekte selektieren. Mit etwas Glück ist die gefundene Homepage der Spendenorganisation aufschlussreich genug, um das Interesse zu erhärten. Auf der Internetseite sollten möglichst konkrete Informationen über die aktuelle Tätigkeit der Spendenorganisation sowie über die Verwendung der Gelder zu finden sein. Selbstverständlich sollte man nicht erwarten, dort schon Aufschluss über den Einsatz jedes Spendeneuro zu bekommen - aber der Webseitenbetreiber sollte auf jeden Fall mehr leisten, als sich hinter allgemeinen Floskeln, dramatischen Hilfsaufrufen oder Absichtserklärungen zu verbergen.
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Fragen sind erlaubt
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| Wer sich über die Internetpräsenz und / oder über Broschüren grundsätzlich orientiert hat, aber noch offene Fragen hat, kann einen Schritt weiter gehen: Jede seriöse Organisation sollte einen oder mehrere Ansprechpartner haben, die telefonisch und schriftlich Rede und Antwort stehen. Wenn statt eines Auskunftgebers aber stets nur der Anrufbeantworter erreichbar ist oder wenn wichtige Fragen ausweichend beantwortet werden, sollte man Vorsicht walten lassen. Ein weniger gutes Entscheidungskriterium ist dagegen der Kostenanteil, den eine Organisation zur Anwerbung und Verwaltung der Spendengelder aufwendet. Auch eine Spendenorganisation mit einem Anteil um 30 Prozent kann gute Arbeit leisten - die hohen Kosten mögen durch ihr spezielles Arbeitsfeld gut begründet sein. |
Geschrieben von Jürgen Reschke ( info [at] tippss.de )
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