Besonders in unsicheren Börsenphasen oder wenn sich die Konjunkturentwicklung eintrübt, kehren immer mehr Anleger der Börse den Rücken und legen ihr Geld lieber sicher an. Privatanleger greifen hier sehr gerne zu Tagesgeldkonten, die ihnen neben der hohen Sicherheit eine überdurchschnittliche Verzinsung bieten. Doch was dem Privatanleger recht ist, kann dem Unternehmer nur billig sein, und so bietet es sich an, auch im Geschäftsalltag auf ein Tagesgeldkonto zurückzugreifen, wenn es um die sichere und zinsbringende Anlage frei verfügbarer Liquidität geht. Ein solches Tagesgeldkonto kann unterm Strich schnell mehrere tausend Euro an Zinserträgen bedeuten, setzt man es so clever ein, wie die Betreiber der Finanzseite tagesgeldvergleich.net es in ihrem Ratgeber Tagesgeldkonto für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler erklären. So reichen die Einsatzmöglichkeiten von der temporären Anlage freier Geldmittel bis hin zum Aufbau einer Steuerrücklage, die bis zu ihrer Fälligkeit auf diese Weise stattliche Zinsen abwerfen kann. Diese Einsatzmöglichkeiten von Tagesgeldkonten im Firmeneinsatz haben Grossunternehmen schon vor Jahren erkannt und dementsprechend gehandelt. Dort ist es inzwischen üblich, freie Liquidität zwischenzuparken und sei es auch nur für ein paar Tage. Nehmen wir an, ein derartiges Grossunternehmen hätte monatlich rund 1.000.000 Euro Liquidität für jeweils 7 Kalendertage nach Abzug der Banklaufzeiten zur Verfügung. Ohne Wiederanlage der Zinsen aus den Vormonaten würde das bereits in einem Jahr bei angenommenen vier Prozent Zinsen rund 767 Euro im Monat bzw. 9.205 Euro im Jahr an zusätzlichen Zinserträgen bedeuten. Gemessen an der eingesetzten Summe von 1.000.000 Euro eine Rendite von stolzen ein Prozent pro Jahr und das bei lediglich sieben Tagen Anlagedauer pro Monat. Diese Zahlen lassen erahnen, wieso Tagesgeldkonten auch aus dem Firmenalltag nicht mehr wegzudenken sind. Lediglich in klein- und mittelständischen Unternehmen ist diese Vorgehensweise noch nicht so verbreitet, weshalb hier weiterhin Aufklärungsbedarf besteht, denn Jahr für Jahr verschenken diese Unternehmen sonst Zinseinnahmen, die ohne Risiko das Betriebsergebnis verbessern. Angesichts der attraktiven Zinssätze stellt sich die Frage, warum Geld verschenken, indem man als Selbstständiger Liquidität auf dem Konto verkümmern lässt.
Geschrieben von Daniel Franke ( info [at] franke-media.net )
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