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Bis 2020 soll der Anteil von Erneuerbaren Energien an der gesamten Energieproduktion in Russland von weniger als 1 Prozent auf 4,5 Prozent erhöht werden. Dieses Ziel ist hat die Regierungsanordnung in zwei Etappen untergliedert: Bis 2015 soll der Anteil der Erneuerbaren Energien 2,5 Prozent betragen, 2020 dann schließlich 4,5 Prozent.
Basierend auf der heutigen Elektrizitätsproduktion in Russland entspricht dieser Anteil 45,2 Milliarden KW/h aus Erneuerbarer Energie. Windenergie zum Beispiel soll von 12 MW (Wert aus 2005) auf 7.000 MW im Jahr 2020 gesteigert werden.
Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnte diese Entwicklung in Russland zu einer Senkung von 990 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr führen – das entspricht etwa zwei Drittel der CO2-Emissionen in den USA.
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Putin übt Kritik am derzeitigen Stand
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Die derzeitige schlechte Situation der Erneuerbaren Energien in Russland basiert hauptsächlich auf drei Schwachstellen. Erstens kritisiert Putin in der Regierungsanordnung, dass Hilfsprogramme und wissenschaftliches Fachwissen fehlen, die nötig wären um Russlands Energie-Infrastruktur neu zu gestalten. Zweitens stört das fehlende gesellschaftliche Umwelt-Bewusstsein. Die meisten Russen halten Erneuerbare Energien für eine teure Option, die nur in reicheren Ländern praktikabel ist. Und drittens macht die Fülle an fossilen Brennstoffen im Land Erneuerbare Energien noch überflüssig.
Das Potenzial für Erneuerbare Energien ist laut OECD mehr als fünfmal so hoch wie der derzeitige Energieverbrauch. Wenn Russland nur einen Bruchteil des Potenzials für Erneuerbare Energien nutzen würde, könnten die Energieexporte stark gesteigert werden.
Laut der Regierungsanordnung müssen vier Bereiche koordiniert werden: staatliche Energiepolitik, Kontrolle der Energieziele, das Fördern Erneuerbarer Energieforschung und Energieentwicklung und die Stärkung des Venture Capitals von Unternehmen.
Wie es laufen kann hat der dänische Windkraftbetreiber „Vestas“ bereits vorgemacht: Fast zwei Dutzend Küstenturbinen hat Vestas vor der russischen Ostsee-Küste installiert und plant noch mehr in die Entwicklung von Russlands Erneuerbaren Energien zu investieren.
Gleißner / Russland-Kurier |
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Geschrieben von Harald Gleißner ( redaktionde [at] russland-kurier.de )
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