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Faserverbundstoffe
Die Idee von Saertex war es 1982 anstelle konventionellen Textilien technische Armierungsmaterialien für die Industrie zu fertigen und damit völlig neue Produkte zu kreieren. Diese Armierungsflächen sollten als vernähte Gelege, sogenannten Non Crimp Fabrics, produziert werden. Für den Laien hört sich dies alles sehr kryptisch an.

Was verbirgt sich hinter diesen NCF ´s und von welchen Industriesparten werden diese genutzt? Zunächst einmal geht es um Faserverbundstoffe, die so verbunden sind, dass sie elastisch und richtungsabhängig bei Zugbewegungen reagieren. Diese Faserverbundstoffe können so miteinander verbunden werden, dass sie als monoaxiale, biaxiale oder multiaxiale Gelege funktionieren. Dies bedeutet, je nach Anwendung werden die Faserverbundstoffe übereinander gelegt und verknüpft. Bei den monoaxialen Verbundstoffen werden die Verstärkungsfäden nur in der Längsrichtung angelegt, was nur bei einigen Anwendungsfällen greift. Bei den biaxialen Faserverbundstoffen werden mehrere Lagen in verschiedenen Orientierungen aufeinander abgelegt, um damit Bauteile mit diversen Belastungsanforderungen zu verstärken.

Der Nachteil bei biaxialen Faserverbundstoffen ist der hohe Verschnitt bei der Produktion beziehungsweise das durch das Ausschneiden der Lagen ein hoher Materialverlust zum Tragen kommt. Zudem ist die Produktion sehr zeitaufwändig. Besser sind hier die multiaxiale Gelege, auf die sich auch Saertex spezialisiert hat. Die Saertex-Gelege sind erhältlich als unidirektionale, bidirektionale oder multiaxiale Gelegekonstruktionen. Je nach Fasereinsatz, Flächengewicht und Winkelkombination lassen sich dabei unterschiedliche mechanische Festigkeiten erzielen. Und was sehr wichtig ist: Ein optimierter Lagenaufbau reduziert Arbeitszeit und Materialbedarf. Saertex produziert mit seiner innovativen und technisch ausgereiften Herstellungsweise für diverse Industriezweige, wobei die Windkraftindustrie-, Automobilindustrie und Schiffsbauindustrie hervorzuheben ist. Aber auch im Transportwesen und in der Automobil- und Luftfahrtindustrie werden Armierungsflächen als vernähte Gelege eingesetzt. Weitere Branchen ist der Maschinenbau und Anlagenbau. Und in den Bereichen Konstruktion, Simulation sowie Design und Entwicklung finden sich die Gelegekonstruktion der Saertex. Saertex ist mittlerweile mit acht Niederlassungen in sieben Ländern vertreten, produziert seit 2001 in den USA multiaxiale Gelege und aktuell auch Glasfaser-Gelege für den asiatischen Markt.

Die besondere Qualitätssicherung wird durch das Qualitätssicherungssystem ISO 9001/EN 29001 garantiert, ebenso wie SAERTEX nach EN 9100 zertifiziert ist.

Geschrieben von Holger Schmidt ( seo [at] apdesign.de )

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