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Notwendigkeit von Funkenschutzplatten für Kaminöfen
Sie stiften mit ihrem prasselnden Feuer Wärme und Behaglichkeit und sind zudem echte "Glanzstücke" im Wohnzimmer - kein Wunder, dass sich Holzöfen einer immer größeren Popularität erfreuen.

Befindet sich unter dem Holzofen jedoch ein Untergrund aus Holz, z.B. Parkett, Laminat oder Dielen, können Funken oder herausfallende brennende Holzstücke hässliche Brandflecken im wertvollen Boden verursachen und im schlimmsten Fall sogar das ganze Zimmer in Brand stecken. Aus diesem Grund sollte unter jedem Ofen eine Bodenplatte liegen, die vor diesen Gefahren schützt.
Bei der Wahl der passenden Ofenunterlage kommt es auf drei Faktoren an: Größe, Form und Material.

Welche Größe die Ofenunterlage haben soll, ist abhängig von der Größe des Kaminofens und wird in der Brandschutzverordnung geregelt. Der verantwortliche Bezirksschornsteinfegermeister kann Ihre individuelle Sachlage begutachten und Sie dann qualifiziert beraten. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass sich das Format 100 x 120 cm (bei Tropfen- bzw. kreisrunden Platten 110 x 110 cm) etabliert hat und für die meisten Ofenmodelle ausreicht.
Ausschlaggebend für die Größe einer Funkenschutzplatte ist auch die Distanz, den der Holzofen - jeweils gemessen ab der Innenkante der Feuerraumöffnung - zu brennbaren bzw. temperaturempfindlichen Werkstoffen aufweisen muss. Vor dem Holzofen muss diese Distanz 50 cm, an den Seiten 25-30 cm betragen. Normalerweise wird die ganze Fläche unter dem Holzofen mit einer Funkenschutzplatte bedeckt.
Während die Größe also festgeschrieben ist, hat man bei der Form der Kaminbodenplatte die freie Auswahl. Rundbogen, Segmentbogen, Sechseck, Rechteck, Fünfeck oder Kreisabschnitt lassen sich ebenso produzieren wie Tropfen- oder Kreisform. Hier ist die Position des Kamins entscheidend: In einer Ecke wirken z.B. Tropfenformen sehr erhaben, während ein Kamin in der Mitte des Raumes auf einer kreisrunden Platte am besten zur Geltung kommt.
Verträglich zum Design des Raumes und des Fußbodens kann man beim Werkstoff zwischen Sicherheitsglas, Blech oder Stein wählen. Es muss also nicht immer die herkömmliche Variante, ein Boden mit keramischen Bodenfliesen, sein.
Eine Platte aus Glas wirkt sehr filigran und dezent doch leider stehen diesem Effekt auch Nachteile gegenüber. Auf diese Weise können mit Glas bspw. keine Ungleichmäßigkeiten ausgeglichen werden, ein ebener Fußboden ist daher zwingend erforderlich. Liegt die Platte auf dem Boden, können sich unschöne Schmutzbestandteile darunterschieben. Um dem vorzubeugen, ist der Erwerb einer Silikondichtlippe notwendig. Bei der Anbringung jener Dichtlippe muss besonders gewissenhaft gearbeitet werden, um ein Verrutschen zu unterbinden. Nicht zuletzt beim Hinstellen des Kamins ist große Sorgfalt gefragt, denn Kratzer im Glas können das Aussehen verderben und sind nicht mehr zu entfernen.

Jene Ofenunterlagen werden aus Sicherheitsglas gefertigt, das eine Vorspannung enthält und bis zu dreimal höhere Belastungen als herkömmliches Fensterglas aushalten kann. Selbige Spannung kann jedoch in Einzelfällen mit der Zeit kleiner werden. Der größte Haken solcher Glasfunkenschutzplatten ist hingegen, dass sie sich in keinster Weise nachträglich an die Form des Raumes anpassen lassen. Die Spannung, die das Glas bruchfest macht, führt bei nachträglichem Kürzen zum Bruch und Sonderanfertigungen sind aufwändig und kostspielig.
Funkenschutzplatten aus Metall sind hier eine Alternative, denn sie lassen sich mit einem Trennschleifer ohne großen Aufwand zurechtschneiden. Allerdings bieten sie bei weitem nicht die Optik einer Glasplatte und Funkensschutzplatten aus gebürstetem Edelstahl oder mit Emaillierungen sind oft ausschließlich im höheren Preissegment zu finden.
Immer häufiger fällt die Wahl von Kaminliebhabern in der letzten Zeit auf Funkenschutzplatten aus Granit. Es ist ein hochwertiges Naturerzeugnis und da jeder Naturstein über eine eigene, einmalige Struktur verfügt, ist jede dieser Platten auch ein absolutes Einzelstück. Selbst dabei kann man selbstverständlich unter verschiedenartigen Farben auswählen. Der vollkommene Schliff dieser Bodenplatte lässt ihre Struktur in ihrer ganzen Anmut hervortreten. Ein Kunstwerk der Natur, das geschmackvoll zum Kaminofen und auch zur Gestaltung des Wohnraumes passt.




Doch auch mit ganz reellen Vorteilen kann Granit punkten. Zum einen überzeugen die Steinplatten durch hohe Belastbarkeit. Bei Materialstärken von 20 mm können sogar schwere Holzöfen aufgestellt werden und auch Schmutzpartikel sind hier - im Gegensatz zu Glasplatte - kein Problem. Darüber hinaus lässt sich Granit ohne Bedenken mit Bohrungen für wasserführende Kaminöfen mit externen Verbrennungsluftanschlüssen versehen. Besondere Formen sind im Gegensatz zu anderen Werkstoffien auch kinderleicht zu realisieren, denn die Platten können mittels gebräuchlichem Gerätschaften aus dem Baumarkt bearbeitet werden.




Eine weitere Stärke spielt die Unterlage bei Renovierungen aus. Jene wird auf bestehene Böden aufgeklebt und andere Bodenbeläge wie z.B. Laminat können mühelos angearbeitet werden. Übrigens: Wer bei so vielen Vorteilen nun an hohe Preise denkt, wird erfreulich überrascht: Ungeachtet des hohen Aufwandes für die Fertigung sind die Preise in den letzten Monaten gesunken. Sicher ein weiterer Grund, warum die Ofenunterlage aus Stein vom Geheimtipp zum Star avanciert ist.

Kleiner Tipp: Auch als Designertisch zu verwenden.





Geschrieben von Hans Meiser ( js [at] olafstange.de )

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