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Das Futonbett gewann in den letzten Jahren an Beliebtheit
Von der Tradition in die Moderne

Das japanische Futon kann auf eine über 2000 Jahre alte Tradition zurückblicken. Allerdings hat es nur im Ansatz etwas mit dem heutigen Futonbett, wie wir es kennen, zu tun. Aus der ZEN-Lehre geht hervor, dass der Mensch am besten auf dem Boden schläft, nur mit einer festen Unterlage oder auch ohne jegliche Unterlage. Das stärkt den Bezug zur Erde und dem natürlichen Kreislauf.

Klassische Futons aus Japan kann man sich als zusammenrollbare, feste Matratzen vorstellen, die auf dem Schlafplatz der Wahl ausgebreitet und am Tag wieder weggeräumt werden. Auch das ist ein wichtiger Aspekt in der asiatischen Lehre: je weniger Energie durch Gegenstände geraubt wird, umso freier ist der Raum und somit der Geist. Das moderne Futonbett in der westlichen Welt fängt diese Ansätze auf. Es ist wesentlich niedriger als ein normales Bett, was die Erdnähe wiederum begünstigt. Es verfügt über einen Rahmen und das Futon - eine feste Auflage, ähnlich einer Matratze.

Was das Futonbett ausmacht

Ein Futonbett besteht aus einem Holzrahmen und einer Futon-Matratze, die es zwar mit unterschiedlichen Füllungen gibt, aber selten in mehreren Stärken. Ein weiches Futon würde sich selbst widersprechen. Der Markt bietet in Abwandlung Futonbetten aus Metall, aber auch das steht nicht im Einklang mit einem traditionellen Futonbett, denn durch Metalle können sich elektrische Spannungen aufbauen, die der Gesundheit weniger gut tun. Massives Holz aus Eiche, Erle, Buche oder Kiefer wird für das optimale Futonbett verarbeitet. Durch die feste Futon-Unterlage erhält der Rücken eine stärkende Liegeposition und die Gelenke werden entlastet. Die Höhe des Bettes kann, je nach Modell, unterschiedlich sein, doch reicht sie an ein „normales“ Bett nicht heran. Die Optik eines Futonbettes ist unverkennbar, das kommt auch durch das eher spartanische Design, denn außer dem Rahmen und der Futonauflage sind keine weiteren Verschnörkelungen oder Abwandlungen vorgesehen. Lediglich kleine Tischkonsolen können das Bett ergänzen. Die Futonauflage ist mit einem Extra-Bezug geschützt, der gewaschen werden kann. Nur in den Trockner sollte man ihn nicht geben, da er sonst hinterher an Größe verloren hat und nicht mehr passt.


Unterschiedliche Füllungen für das Futon

Baumwolle ist das natürlichste Füllmaterial für die Futonmatratze. Sie ist atmungsaktiv, pflegeleicht, immun gegen Schädlinge und sehr robust. Auch eine statische Aufladung bleibt so außen vor. Daneben sind auch Füllungen aus Schafschurwolle, Rosshaar und Latex zu finden, meistens werden die Materialien miteinander kombiniert, weil sie unterschiedliche Vorzüge haben, die sich gegenseitig ergänzen. Auch für Allergiker bietet ein Futonbett mit den geeigneten Füllungen die beste Alternative zur herkömmlichen Matratze.


Geschrieben von Sten Köppe ( sten.koeppe [at] googlemail.com )

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