Startseite arrow Wirtschaft arrow Die Gaspreise werden wieder deutlich ansteigen



Die Gaspreise werden wieder deutlich ansteigen
Die Gaspreise werden in den nächsten Monaten im Bundesdurchschnitt voraussichtlich wieder ansteigen. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox gab kürzlich bekannt, dass bundesweit 81 Versorger ihre Preise um durchschnittlich neun Prozent anheben wollen. Pünktlich zur bevorstehenden Heizungsperiode müssen die Verbraucher wieder mit steigenden Kosten rechnen.

Die Gasversorger argumentieren vor allem mit gestiegenen Beschaffungspreisen auf dem Weltmarkt. Die nicht vorausschauende Einkaufspolitik der Energiekonzerne müssen nun wieder einmal die Verbraucher zahlen. Nach der Abkoppelung des Gaspreises vom Ölpreis hatten Verbraucherschützer mit mittel- bis langfristig niedrigeren Gaspreisen gerechnet. Der russische Gaskonzern Gasprom teilte indes mit, man rechne bis 2012 mit einem deutlichen Anstieg der Erdgaspreise. Grund hierfür ist der nach der überwundenen Krise verstärkte Nachfrage nach Erdgas am Weltmarkt. Verbraucher sollten jedoch nicht tatenlos zusehen, wenn ihr Versorger die Preise anhebt. Einige Versorger haben klugerweise während der Krisenzeit langfristige Verträge mit Gaslieferanten abgeschlossen, die Ihnen Erdgas zu günstigeren Preisen garantiert.

Diese Anbieter werden die Preis auch in Deutschland zunächst stabil halten. Verbraucher sollten also genau die Gaspreise vergleichen um nicht zu viel zu bezahlen. Im Internet werden auf Tarifrechner angeboten, die bei Angabe der Postleitzahl und des Jahresverbrauch automatisch das günstigsten Tarife berechnen. Verbraucher sollten ihre Gaskosten und Gaspreise pro kWh vergleichen Neben dem Preis sollten die Gaskunden auf Seriosität und Kundenservice des Gasanbieters achten. Wer was für die Umwelt tun will sollte in Betracht ziehen zu einem Gasanbieter zu wechseln, der Biogas anbietet, oder zumindest einen Teil Biogas dem Erdgas zu mischt. Das Biogas wird normalerweise in der Region produziert und somit unterstützt der Verbraucher auch die heimische Wirtschaft. Insgesamt kann man beim Gas in den nächsten Jahren also mit steigenden Preisen rechnen. Zwar bestimmt kein Automatismus wie in den vergangenen Jahrzehnten mehr den Gaspreis, als dieser dem Ölpreis mit einer Verzögerung von 3-6 Monaten folgte. Allerdings besteht aufgrund der Austauschbarkeit der Rohstoffe Öl und Gas bei vielen Prozessen in der Industrie nach wie vor eine starke Preisabhängigkeit. Da die Preise für blieben die Roh- und Heizöl weiterhin hoch bleiben, wird es auch beim Gas keine nennenswerten Preissenkungen geben. Auch wenn einige Versorger sich durch langfristige Lieferverträge teilweise gut abgesichert haben wird es langfristig zu Preissteigerungen kommen. Wollen Verbraucher noch vor der kommenden Heizungsperiode ihren Anbieter wechseln, dann sollten die Kunden möglichst zeitnah handeln. Ein Anbieterwechsel dauert nämlich durchschnittlich bis zu 6-10 Wochen. Ein Risiko nach dem Gasanbieter Wechsel ohne Gas dazustehen gibt es nicht.

Der Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet jeden Haushalt mit Gas zu versorgen, auch wenn dieser nicht Vertragspartei ist. Anhand der Tarifrechner im Internet ist der Gasvergleich und anschließende Wechsel kein Hexenwerk mehr. Verbraucher sollten auf kurze Vertragslaufzeiten und kurze Kündigungsfristen achten. Falls der neue Anbieter doch nicht den Wunschvorstellungen entspricht, kann der Kunde schnelle wieder den Anbieter wechsel.

Geschrieben von Andreas Madel ( andimadel [at] yahoo.de )

Benutzer Bewertung: / 31
SchlechtSehr Gut 


PDF Drucken E-Mail

 
 
weiter >