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Dies ist eine Geschicht unseres ersten Fincaurlaubes auf Mallorca


Die erste Finca auf Mallorca:

Vor unserem ersten Urlaub auf einer Finca auf Mallorca war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Die Kinder waren jetzt zwar schon groß, und mit ihren 14 und 16 Jahren konnte man sie auch wirklich mal alleine lassen. Aber das war es ja nicht nur. Eine Finca auf Mallorca zu mieten oder in ein schönes Ferienhotel oder eine Clubanlage zu gehen ist schon eher eine grundsätzliche Entscheidung. Im Hotel weiß man mehr oder weniger was einen erwartet. Sicher, auch hier ist es möglich, dass man ein schlechtes Hotel erwischt oder das Personal dieses Jahr permanent schlecht gelaunt ist. Allerdings haben wir dies in den letzten Jahren kaum erlebt und wenn doch, gibt es ja immer noch die Reiseleitung bei der man sich beschweren kann.

Bei einer Finca sieht das natürlich etwas anders aus. Hier bucht man erstmal nicht über einen „großen“ Reiseveranstalter, sondern bei einem vor Ort sitzenden Spezialisten, den man halt nicht so gut kennt wie einer dieser großen Reiseveranstalter.

Und was ist falls irgend etwas passiert? Wenn auf der Finca etwas nicht funktioniert? Kommt dann ein mallorquinischer Hausmeister mit dem wir uns nicht verständigen können? Und was ist wenn wir dort spät abends ankommen und nach der Wegbeschreibung „unsere“ Finca auf Mallorca nicht finden? Müssen wir dann am Strand übernachten?

Alles so Fragen die mir durch den Kopf gingen beim Landeanflug auf Palma de Mallorca. Aber mein Mann hatte wie immer die Ruhe weg und schien ganz gelassen zu sein.

Nun ja, der Vermittler dieser Finca, ein Deutscher, wurde uns ja von einem Bekannten empfohlen. Er hatte dort wohl schon einige Urlaube gebucht und hatte uns danach immer von seinem tollen Urlaub erzählt. Irgend etwas musste ja da dran sein.

Nach der Landung, als wir die Koffer hatten, gingen wir zur Mietwagenfirma, bei der wir einen Wagen reserviert. Es war extra ein Jeep, da wir bei diesem Urlaub erstmals wirklich die Insel erkundigen wollten und eben nicht nur faul am Strand liegen wir sonst die ganzen Jahre.

Dafür hatten wir uns ja auch extra eine Finca auf Mallorca gemietet, um endlich mal bei unseren Bekannten mitreden zu können, die schon seit Jahren nur noch Fincas mieten und in keine Hotels mehr zum Urlaub fahren.

Als wir dann losfuhren, war es inzwischen schon fast 23:30 Uhr und ich war mir nicht sicher, wie sehr ich mich auf den Orientierungssinn meines Mannes verlassen konnte. Wir hatten zwar eine sehr gute Wegbeschreibung, aber man weiß ja nie. WQir fuhren also in Manacor von der Autobahn - übrigens ganz toll ausgebaut und nagelneu die Autobahn - und dann die Landstraße weiter Richtung Cala Ratjada. Auch diese Landstraße nicht zu vergleichen mit einer deutschen Straße zwischen den Dörfern. Alles bestens ausgebaut, übersichtlich und alles mit Leitplanken versehen. Ich wurde allmählich etwas ruhiger. Sollten wir wirklich unsere Finca auf Mallorca direkt und ohne Probleme finden?

Wie hieß es in der Wegbeschreibung? Fahren Sie an dem ersten Kreisverkahr nach Arta scharf rechts Richtung Son Severa und nach 250 Metern an dem nächsten Richtung Capdepera. Dann fahren Sie noch 180 Meter und aud rechts geht ein kleiner Feldfelg den Hügel etwas hinauf. Von der Straße aus sehen Sie bei Nacht grüne Markierungsleuchten.

Das konnte doch gar nicht wahr sein?! Wir waren so gefahren wie in der Beschreibung und tatsächlich, da sahen wir rechts diese leuchten und es ging tatsächlich ein kleiner Feldweg den Hügel hoch. Da war auch das Tor wie beschrieben und an der richtigen Stelle war auch der Schlüssel hinterlegt.

Das war schon echt klasse. Das wir so einfach unsere Finca auf Mallorca finden hätte ich nicht gedacht. Jetzt sind wir aber sehr müde und gehen gleich ins Bett.

So, jetzt bei den ersten Sonnenstrahlen werden wir so ganz langsam wach und realizieren das wir im Urlaub sind und dazu noch auf „unserer eigenen“ Finca auf Mallorca. Als wir gestern ankamen, haben wir uns kaum noch umgesehen da wir tagsüber noch gearbeitet hatten und alles ziemlich stressig war. Aber ab heute hatten wir jetzt wirklich Urlaub. Wir blieben noch eine Weile liegen und genossen die Ruhe, die Sonne, die Wärme und…uns.

Als wir dann schließlich aufstanden, bemerkten wir, dass unsere Kinder schon den Garten und den Pool in Beschlag genommen hatten. Wer konnte es ihnen verdenken? Es war einfach ein Traum. Von der Terrasse aus konnte man in die eine Richtung kilometerweit Richtung Meer sehen und in die anderen Richtungen hatte man die hügelige Ostküste Mallorcas ohne störende Hotelbauten vor sich. Von der Küche aus kam man auch direkt die Terrasse und so hatten wir schnell den Frühstückstisch gedeckt und genossen unseren ersten Tag auf unserer Finca auf Mallorca.

Schon nach kurzer Zeit hielten es unsere Kinder nicht mehr am Frühstückstisch aus und sprangen direkt von der Terrasse aus in den Pool. Die hatten ihren Spaß - und wir unsere Ruhe. Den ganzen Tag über vergnügten sie sich im Garten und Pool und kamen nur gelegentlich raus um etwas zu trinken oder eine neue CD in die Musikanlage ein zu legen.

Am späten Vormittag gingen wir mal ins Dorf um für mittags etwas Salat ein zu kaufen. Welches Angebot an Salat und Gemüse! Es wurde einer der besten Salate die ich jemals gegessen hatte. Für abends holten wir noch einige Lammkotelettes und eine Flasche Rotwein, da wir neben der Terrasse auf unserer Finca auf Mallorca einen gemauerten Grill entdeckt hatten.



Geschrieben von Christoph Wichmann ( cw-mallorca [at] gmx.de )

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