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Infos zur Geschichte Tirols von der Eiszeit bis zu den Römern
Seit Jahrtausenden siedeln die Menschen im Gebiet Tirol (Österreich) und Südtirol (Italien). Die ersten Spuren sind mehr als 10.000 Jahre alt. Dies deutet darauf hin, dass gleich nach dem Ende der letzten Eiszeit und dem Rückzug des ewigen Eises in höhere Lagen, die Menschen kamen. Vor rund 6.000 Jahren begannen die Bewohner Ackerbau zu betreiben. Die weltberühmte Gletschermumie, Ötzi (der Mann aus dem Eis) und andere Ausgrabungen deuten darauf hin. Der Bergbau begann in Tirol im Vergleich zu anderen Regionen sehr früh. In der Nähe des heutigen Brixleggs fand man eine Verhüttung, die aus dem vierten Jahrtausend vor Christus stammt. Weitere Abbaustellen (hauptsächlich Kupfer) wurden errichtet. Der Kupferreichtum Tirols führte zu einem lebhaften Handel. Reiche Grabbeigaben in der Zeit (1400 – 900 v. Chr.) sollen dies beweisen. Von der Nordsee Deutschlands bis zu den Küsten des Mittelmeers hat das Handelsnetz der Tiroler gereicht.

In der Zeit ab 450 v. Chr. siedelten in Tirol Völker, die von den Kelten aus angrenzenden Gebieten verdrängt worden sind. Meist waren dies illyrische Völker, doch die Römer nannten Sie „Räter“. Bemerkenswert ist, dass die Illyrer ein eigenes Alphabet entwickelten und bereits über Weinfässer verfügten, welche die Römer später übernahmen.

Im Jahr 15 v. Chr. eroberten die Römer Tirol. Die Feldherren Tiberius und Drusus teilten das Land in die Provinzen Rätien und Noricum. Die Städte Meran, Bozen gehörten zu Venetia et Histria. Interessant dabei ist die Entstehung der Rätoromanischen Sprache. Die illyrische Stämme der Region ließen das Vulgärlatein der Römer in die eigene Sprache mit einfließen und entwickelten somit eine neue Sprache. Heute wird Rätoromanisch in Teilen der Schweiz und die eng verwandte „Ladinische Sprache“ in Teilen Südtirols (Italien) noch immer gesprochen.

Während der Römerzeit profitierte Tirol durch den Fernhandel. Infolgedessen wurden auch befestigte Straßen in dem gebirgigen Alpengebiet errichtet.

Heute zählt Tirol zu einer friedlichen und wirtschaftlich starken Region. Die Kaufkraft liegt in Südtirol beispielsweise 40% über dem EU Durchschnitt.

Geschrieben von Martin Falkner ( martin.falkner [at] gmx.at )

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