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Geschichte des Tequila
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Wer kennt nicht die Spirituose aus Mexiko, um die sich so viele Mythen ranken. Der Tequila zählt nicht nur in Deutschland zu den beliebtesten hochprozentigen Getränken, sondern fast überall auf der Welt. Besonders beliebt ist er natürlich in seinem Heimatland Mexiko, wo man ihn in einer deutlich besseren Qualität erhalten kann, als die Exportware bietet. Ein guter Grund also, um im Mexiko Urlaub ein paar Gläser zu probieren. Doch wie entsteht das Kultgetränk eigentlich? Der Name des Getränks leitet sich von der Stadt Tequila ab, in der er ursprünglich und noch heute produziert wird. Das Herz der blauen Weber-Agave dient als Grundlage für den Tequila. Zunächst wird es im Ofen für einen oder eineinhalb Tage dampfgegart. Danach wird die Pflanze ausgepresst und Zucker und Saft werden frei. Danach wird der erhaltene Sirup in Tanks oder Fässer gelagert und Hefe wird zugesetzt, um die Umwandlung des Zuckers in Alkohol anzukurbeln. Ursprünglich wurde dafür keine Hefe, sondern Bakterien verwendet, was heute jedoch kaum noch praktiziert wird. Zu guter Letzt wird das Ganze mehrfach destilliert. Danach ist der Tequila trinkfertig. Das Getränk wird wiederum in mehrere Kategorien eingeteilt. Silberner und goldener Tequila wird nach dem Destillieren direkt für den Verkauf in Glasflaschen abgefüllt, wobei letzterer seine Farbe durch Zugabe von Zuckersirup oder Karamell erhält. Weiterhin gibt es den aged bzw. extra-aged Tequila, der zwischen zwei Monaten und mehreren Jahren in Eichenfässern gereift hat. Zudem gibt es zwei Qualitätsstufen. Entweder bestehen nur knapp über die Hälfte des enthaltenen Zuckers, der zur Alkoholproduktion benötigt wird, aus der Algavenpflanze, oder der komplette enthaltene Zucker. Letzteres ist die hochwertige Variante und darf ausschließlich in Mexiko unter behördlicher Aufsicht produziert werden. Ein Gerücht über den Tequila hält sich hartnäckig, gehört jedoch in den Bereich der Urban Legends. Es werden in Mexiko zwar alkoholische Getränke mit einem Maguey-Wurm in der Flasche angeboten, doch der Tequila gehört niemals dazu. Dieser Wurm soll eigentlich eine Art Qualitätssiegel darstellen, da er bei zu geringem Alkoholgehalt in der Flasche verwesen würde. Nach dieser Betrachtung spricht also nichts dagegen, dass man sich auf einer Reise ins Heimatland des Kultgetränks einige Gläser genehmigt – außer vielleicht der eigene Magen. Geschrieben von Bernd Askanas ( basbodd [at] online.de ) |
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