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Geschichte und Firmen in Nürnberg

Nürnbergs Vergangenheit und Gegenwart

Nürnberg ist mit 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Bayern, gelegen zu beiden Seiten der Pegnitz, entstanden um 1.000 im Schutz der königlichen Burg. In der Stadt des Handels blühte die Wirtschaft im 15./16. Jahrhundert. Durch den 30jährigen Krieg kam es zum wirtschaftlichen Niedergang, der mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert zum Stehen kam. Die Alliierten zerstörten die historische Altstadt um 90%, der mittelalterliche Kern wurde wiederhergestellt. Zur Zeit des Nationalsozialismus fanden in Nürnberg (Postleitzahl 90402) die Reichsparteitage statt. Die erste Eisenbahnstrecke führte 1835 von Nürnberg nach Fürth. Berühmte Männer wie der Maler Albrecht Dürer (1471–1528) wirkten in Nürnberg. Seine Gemälde, Stiche und Holzschnitte sind im Germanischen Nationalmuseum zu sehen, ebenso das von ihm bewohnte Fachwerkhaus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und das Grab am Johannisfriedhof. Weitere berühmte Männer waren der Bildhauer Veit Stoß (1450–1533) und Hans Sachs (1494-1576) mit den Nürnberger Bilderbogen, Einblattdrucke in Holzschnitttechnik, sowie der Erfinder der Taschenuhr Peter Henlein (1485-1542).

Bereits im 13. Jahrhundert wurden in Nürnberg die ersten Lebkuchen gebacken. Die Nürnberger Bratwurst ist seit 2005 EU-weit geschützt.

Sehenswert ist der Hauptmarkt, entstanden 1349, mit dem Schönen Brunnen aus der Zeit um 1390. Dominiert wird der Hauptmarkt von der gotischen Frauenkirche (um 1361), mit dem „Männleinlaufen“ um 12 Uhr im Giebel. Die Kaiserburg war der Aufenthaltsort aller deutschen Könige und Kaiser von 1050 bis 1571; der älteste Teil, der Fünfeckige Turm, von 1040.

Nürnberg bietet ein großes Veranstaltungsprogramm; der Christkindlmarkt mit 2 Millionen Besuchern pro Jahr, der Nürnberger Tiergarten, die Hans-Sachs-Spiele im August, das Altstadtfest im September, das Bardentreffen im Juli, sowie der größte Flohmarkt in Deutschland genannt „Trempelmarkt“ im Mai und September.
Nürnberg ist heute internationaler Messe- und Kongressplatz sowie Zentrum des drittgrößten deutschen Nahverkehrsverbundes. In den Bereichen Maschinenbau, Elektronik, Medizintechnik und Schreibgeräte liegen die Schwerpunkte der Nürnberger Industrie. Gründer von MAN war Theodor von Cramer Klett, Sigmund Schuckert brachte die 1. elektrische Bogenlampe zum Leuchten bei Siemens-Schuckert.

Einer der bedeutendsten Umschlagplätze im südlichen Raum ist das Güterverkehrszentrum im Nürnberger Hafen. Die Firmen Nürnbergs (Industrie) sind auf internationalen Märkten erfolgreich. Die Metropolregion zählt 1,8 Mio. Erwerbstätige und ein regionales Bruttoinlandsprodukt von 103 Milliarden Euro.



Geschrieben von Tobias Stanka ( artikel [at] wezzo.com )

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