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Private Krankenversicherung will Motor des Fortschritts sein

Private Krankenversicherung will Motor des Fortschritts sein


Eine starke, kapitalgedeckte Private Krankenversicherung ist für das Gesundheitssystem von hoher Bedeutung. Zu diesem Schluss kam man auf der Jahrestagung des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. in Berlin.

Reinhold Schulte, Vorsitzender des Verbandes, zeigt sich davon überzeugt, dass zentrale Herausforderungen in der Gesundheitspolitik nicht ohne eine starke Private Krankenversicherung (PKV) bewältigt werden können. Zu diesen Herausforderungen zählen beispielsweise die Alterung in der Gesellschaft sowie die Sicherstellung der Finanzierung des medizinischen Fortschritts.

Private Krankenversicherung sieht sich weiterhin als Motor für Fortschritt

Gerade was den medizinischen Fortschritt betrifft, sieht sich die Private Krankenversicherung weiterhin als treibende Kraft. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sieht sie dagegen eher den Trend zur Standardversorgung. Obwohl die Gesundheitsreform die Rahmenbedingungen für die Private Krankenversicherung erschwert habe, wolle man den Versicherten auch in Zukunft individuelle und generationengerecht gestaltete Versicherungsprodukte anbieten.
Ziel der Privaten Krankenversicherung sei es, so der PKV-Verband, in Zusammenarbeit mit Ärzten bei der Behandlung der Versicherten neue Maßstäbe zu setzen. Ein weiteres Ziel der PKV sei es, künftig auf Faktoren wie Preise, Menge oder Qualität von Arzneimitteln sowie Heilmethoden künftig größeren Einfluss zu nehmen.

PKV-Verband zieht kritische Bilanz zur Gesundheitsreform

Kritisch geht der PKV-Verband mit der Gesundheitsreform ins Gericht. Gleich mehrere Aspekte der Reform seien unzulässig. Unter anderem der gesetzlich erzwungene Basistarif oder die gesetzlichen Vorgaben für Altersrückstellungen. Dennoch arbeiteten die Versicherer daran, so der Verband, den Basistarif angemessen umzusetzen. Da der Gesetzgeber vorschreibt, dass der Basistarif vergleichbare Tarife und Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung bieten müsse, müssten die Versicherer im Standardtarif Kosten dämpfende Leistungsbegrenzungen einsetzen.
Bislang sei der Ansturm auf den neuen Standardtarif jedoch moderat ausgefallen. Die bislang vorliegenden Anfragen von Nichtversicherten lägen weit unter der zuvor von der Gesundheitsministerin avisierten Zahl.

Private Krankenversicherung kritisiert Eintritt der GKV in die Krankenzusatzversicherung
Des Weiteren kritisiert der Verband der privaten Krankenversicherung den Eintritt der gesetzlichen Kassen in den Markt für Zusatzversicherungen. Die Branchenvertreter sehen darin einen Verstoß gegen geltendes Recht.
Insgesamt zeigt sich die private Krankenversicherung – trotz der veränderten Rahmenbedingungen durch die Gesundheitsreform - weiterhin optimistisch, auch in Zukunft Motor des medizinischen Fortschritts sein zu können.


Geschrieben von Tina Gase ( red-ext [at] 1plus.de )

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