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Die Anhänger der Mode der 70er Jahre drückten ihre Lebenseinstellung in der Kleidung aus: "Hippie Mode" bestand weitestgehend aus bunter Kleidung, die durch indianische, mexikanische oder peruanische Elemente ungewöhnlich und unkonventionell wirkte. Durch diesen eigenen Stil manifestierten die Hippies ihre Ablehnung der Modediktatur.
Besonders bei Frauen geriet die Hippie Mode besonders bunt, da sie sich nicht nur internationaler Modeelemente, sondern teilweise auch ganzer Trachten bedienten. Als das Hippiesymbol schlechthin gilt die Blume, die sich sowohl auf die Kleidung aufgedruckt, genäht, gestickt, gemalt oder in natürlicher Art, beispielsweise ins Haar gesteckt, wiederfinden ließ.
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Die Hippie Mode lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass spezielle Stoffe favorisiert wurden, eher fand man von Netzstrickereien über Leder, Fell, dünnen Crinklestoff bis hin zu Baumwolle, Jeans oder Jersey alle Materialien. Auffällig sind jedoch das häufige Vorkommen von sphärischen Batikmustern auf jeglicher Kleidung. Die Kleidung war in den seltensten Fällen eng am Körper anliegend, eher umwehte sie den Körper. Bevorzugt wurden darüber hinaus weit ausgestellte Hosenbeine sowie bei Oberteilen Trompetenärmel, die vom Ellenbogen abwärts immer weiter wurden.
Auch die Schuhe der 70er Jahre Mode erschienen sehr unkonventionell. Mit Sandalen bekleidet, die einfach gehalten und aus Leder hergestellt waren, erschienen sie genauso oft wie ohne Schuhwerk. Zur Hippie Mode gehörte genauso, sein Haar (das in der Regel lang war) offen und in der Mitte gescheitelt zu tragen, um damit die Ablehnung jeglicher Frisurenmoden zu demonstrieren. Der Kopfschmuck bestand hier in vielen Fällen aus flachen Stirnbändern, aus Leder oder Stoff, die, wenn überhaupt, mit Holzperlen oder Federn geschmückt waren und über den Haaren getragen wurden, oder schlicht aus Blumen, die ins Haar oder hinters Ohr gesteckt wurden. In manchen Fällen, in erster Linie von männlichen Hippies, wurde auf dem offenen Haar auch ein Hut aus Cord, Samt oder Leder getragen. Simple Symbole mit tiefschürfender Bedeutung, wie etwa das Peace- oder Victoryzeichen, Blumen oder Tauben dienten zur Zeit der Hippie Mode als Schmuck, den sie an groben Lederbändern um Hals und Handgelenke trugen. Trotz schillernder und auffälliger Kleidung war auch häufig zu sehen, dass die Menschen derzeit gänzlich unbekleidet erschienen, lediglich über und über mit Blumen bemalt. Da die "freie Liebe" als wichtiger Bestandteil der Hippieerscheinung gilt, diente diese Nacktheit wohl eher dazu, dieses Statement zu unterstreichen, als dass es wirklich einen modischen Effekt darstellen sollte. Die damaligen Hippies demonstrierten recht deutlich, dass es sich beim Hippietum um eine Lebenseinstellung und nicht um eine Modeerscheinung handelte.
Trotzdem sprang die Modeindustrie auf diesen Zug auf und machte Hippie Mode salonfähig, so dass es schon kurze Zeit nach dem Aufkeimen dieser Generation Hippieelemente in den Kaufhäusern zu erstehen gab. Hierbei handelte es sich sowohl um die Batikkleidung, als auch um Accessoires wie Leder- oder Stoffbänder, Ansteckblumen und groben Modeschmuck in Form von Peacezeichen.
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