| Das Leid eines jeden Hobbybastlers |
Wenn man vorhat, etwas Altes zu restaurieren, sollte man immer vorsichtig sein und die alte Weisheit berücksichtigen niemals ein funktionierendes System zu reparieren. Dies gilt in besonderer Weise auch für elektronische Geräte, denn gerade im schnelllebigen Bereich der Elektrotechnik gibt es aufgrund der vielen Neuerungen einige Einzelteile, welche nicht mehr produziert werden.
Gerade bei Systemen, die integrierte Schaltkreise haben, auch ICs genannt, ist die Gefahr gegeben, dass nicht alle Teile neuwertig zu erwerben sind. Gleiches gilt beispielsweise für Transistoren, für die es auch nicht immer einen Vergleichstyp gibt. Aber auch andere Bereiche sind betroffen, wo bestimmte Sonderausführungen oder elektrische Werte schlicht nicht mehr produziert werden. Beispiele hierfür sind Relais, Potentiometer oder auch Kondensatoren. Man spricht in diesem Fall davon, dass es ein hohes Maß an abgekündigter Elektronik in diesem Bereich gibt.
Als Hobbybastler sollte man vor Beginn einer Reparatur daher recherchieren, wo und zu welchen Preisen man die fehlenden oder defekten Teile findet. Gute Chancen fündig zu werden, hat man auf Flohmärkten, in Internet-Shops, in Secondhandläden oder auch bei Online-Auktionshäusern, wie zum Beispiel ebay. Allerdings findet man dort selten die Einzelteile selber sondern vielmehr günstige Geräte, die nur noch zum Ausschlachten taugen. In einem solchen Fall lebt man natürlich immer mit der Unsicherheit, ob das ausgebaute Ersatzteil noch funktionstüchtig ist bzw. in welchem Zustand es sich befindet.
Wenn man sich vergewissert hat, dass alle passenden Teile zu beschaffen sind bzw. beschafft wurden, kann man bedenkenlos mit der Restauration oder Reparatur anfangen. Natürlich können einem während des Werkens noch andere Probleme die Arbeit erschweren. Durch zeitliche Fehleinschätzungen kann es beispielsweise manchmal länger dauern als gedacht. Oder man entdeckt, dass der ursprünglich diagnostizierte Defekt nur andere Fehler kaschierte oder sogar auslöste. Sollten in so einem Fall noch weitere Defekte oder defekte Bauteile vorliegen, muss man unter Umständen erneut auf Ersatzteilsuche gehen. Hat man letztendlich dann aber alles geschafft, kann man bei dem betriebenen Aufwand stolz auf sich sein und mit neuem Eifer an ein neues Projekt gehen. |
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Geschrieben von Johannes Richter ( Johannes_Richter78 [at] web.de )
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