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Die Geschichte von Holzspielzeug - früher und heute
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In der frühen römischen Zeit waren Naturmaterialien wie Holz, Ton oder Terrakotta wichtigste Grundlage zur Herstellung von Spielwaren. Rollenspiele mit viel Tradition wie etwa das Puppenspiel mit Puppenmöbeln , aber auch der Holzschwertkampf mit Schwertern die aus Holz gefertigt wurden, fanden hier ihren Ursprung. Diese Art von Holzspielzeug war natürlich nur Kindern aus elitären Familien und den gehobenen Schichten vorbehalten. Der Nachwuchs der unteren Schichten entwickelte dagegen aus billigeren Materialien wie Bast, Stroh oder Astragale, durch phantasievolle Kreativität ganz eigene Spielideen. Viele der ursprünglichen Holzspielzeuge aus dieser Epoche wurden im Mittelalter weiterentwickelt. Jedoch kamen auch in dieser Zeit nur Kinder der gesellschaftlichen Oberschicht in den Genuss von eigens hergestelltem Spielzeug. Hoch im Kurs standen dabei Steckenpferde, große Holzreifen, Babyrasseln, Puppen oder Ritterfiguren. Damals wie heute waren Eltern auch darauf bedacht, dass Spielzeug nicht nur zum Zeitvertreib dient, sondern auch einen gewissen pädagogischen Effekt für die Zukunft des Nachwuchses mit sich bringt. Durch die fortschreitende Industrialisierung und den wirtschaftlichen Aufschwung, insbesondere in Deutschland im späten 19 Jahrhundert, wuchs die Nachfrage für Spielzeug. Und so entwickelten sich eigene Fachbetriebe und Fertigungszentren für die Spielzeugherstellung. Insbesondere in waldreichen Gebieten wie im Erzgebirge oder in Handelszentren wie Nürnberg siedelten sich kleine oder mittlere Fertigungsbetriebe an, die sich insbesondere mit der Verarbeitung von Holz beschäftigten. In Nürnberg zum Beispiel wurden die sogenannten Docken entwickelt, die sich bald überregional gut verkauften. Docken sind gedrechselte oder geschnitzte Holzpuppen, zu denen es dann auch kunstvoll gefertigte Puppenhäuser aus Holz zu kaufen gab. Holzspielzeug liegt auch heute noch, gerade im nordeuropäischem Raum stark im Trend und das aus gutem Grund. Holz, als warmes Naturprodukt, ist langlebig und formschön. Heute gibt es neben den klassischen Holzspielwaren, wie der Kaufmannsladen, das Schaukelpferd, das Puppenhaus, die Ritterburg, der Puppenwagen oder Puppenmöbel, Bausteine, Kreisel und vieles mehr, auch immer wieder neue Entwicklungen, wie Babyrutscher, Trimmgeräte, Holzspiele, Stecksysteme. Und bereits vergessene Spielideen aus früherer Zeit, wie zum Beispiel das Laufrad werden erfolgreich wieder belebt und erfreuen sich heutzutage wachsender Beliebtheit. Geschrieben von Sabine Wahl ( info [at] holzspielzeug-discount.de ) |
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