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Hvide Sande ist zwar den meisten Meeresanglern als Mekka des Heringsfangs bekannt, aber es hat auch noch weit mehr zu bieten.
Natürlich fängt man im Hafen und an den Molen auch Plattfische, im Winter Dorsche und im Sommer Wolfsbarsche und Meeräschen. Aber eine weitere echte Attraktion ist das Angeln auf Hornhechte.
Je nach Wetterlage kommen die ersten Hornhechtschwärme ab etwa Anfang Mai, im Allgemeinen aber ab Mitte Mai in Reichweite. Die Hornhechte ziehen dann in großen Schwärmen in den Ringkøbing Fjord, um dort zu laichen. Und auf ihrem Laichzug müssen sie zwangsläufig auch durch das Nadelöhr an der Schleuse. Anfang Mai überlappt sich die Saison mit der Heringssaison und man kann dann beide Fischarten fangen.
Die besten Fänge hat man im Bereich der Schleuse, man kann ihn aber auch von den Steinschüttungen oder auch direkt im Hafen fangen. Der Hafen hat den Vorteil, dass auch bei stärkerem Wind immer ein ruhiges Plätzchen zu finden ist.
Zum Hornhechtangeln benötigt man keine komplizierte Ausrüstung. Eine Spinnrute mit 15 – 20 g Wurfgewicht reicht vollkommen aus, da kann man also gut seine Meerforellenrute einsetzen. Eine gute Stationärrolle und 0,25 monofile Schnur ergänzen das Equipment.
Viele Angler gehen mit schlanken Blinkern auf Hornhecht. Das hat sich, wenn man es richtig macht auch bewährt. Jedoch hält der Haken im spitzen Hornschnabel nur sehr schlecht. Daher ist es sinnvoll, ein kurzes Stück Angelschnur ans Ende des Blinkers zu binden und daran den Haken zu befestigen. So fasst der Haken nicht im Schnabel, sondern auch wirklich im Maul.
Eine andere Variante ist das Posenangeln. Man nimmt dafür dieselbe Ausrüstung, wie für das Spinnfischen, dazu eine kurze, schlanke Pose. Sie wird ausgebleit, dass sie einerseits wenig Widerstand bietet, andererseits noch gut zu sehen ist. Das 0,25er Vorfach ist 50 – 70 cm land und hat einen langschenkligen Haken. Als Köder nimmt man Fischfetzen vom Hering oder Hornhecht, dieser wird recht flach angeboten. Wenn der Hornhecht den Köder nimmt, lässt man ihn einen Moment schlucken und schlägt dann an.
Der Hornhecht ist ein kräftiger Kämpfer, der im Drill gerne aus dem Wasser springt. Daher hat er auch den Beinamen „Marlin des kleinen Mannes“.
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Geschrieben von Peter Franzen ( pf [at] meeresangeln-in-daenemark.de )
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