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Welche Möglichkeiten bieten Implantate als Zahnersatz
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Als Implantat bezeichnet man eine künstliche Zahnwurzel, die in der Regel eine schraubenförmige oder zylindrische Form hat. Das Implantat wird in den Kieferknochen eingesetzt um verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Ein Implantat übernimmt dabei die Funktion, welche ursprünglich die natürliche Zahnwurzel hatte, indem es direkt mit dem Kieferknochen verwächst. - Implantierter Zahnersatz besteht in der Regel aus drei Komponenten: Das eigentliche Implantat die künstliche Wurzel die vom Zahnarzt bzw. Kieferorthopäden in den Kieferknochen eingesetzt wird. Als Material wird in der Regel aus Titan verwendet. - Das Verbindungsstück, besteht meist aus Titan oder Keramik - Der Aufbau, eine künstliche Zahnkrone, die im zahntechnischen Labor hergestellt wird. Zahnimplantate werden seit Jahrzehnten eingesetzt und gelten als Therapieform mit hohen Erfolgsquoten Implantate werden bei den folgenden Therapieplanungen eingesetzt: - Einzelzahnersatz - Versorgung von größeren Lücken - Versorgung von verkürzten Zahnreihen - Haltverbesserung bei einer abnehmbaren Voll- bzw. Teilprothese - Vollständiger oder teilweiser Ersatz des Zahnbogens mit einer festsitzenden Brücke Das Material, welches am häufigsten für die Herstellung von Implantaten verwendet wird, ist Titan. Es weist eine hohe Körperverträglichkeit auf und hat eine sehr hohe "Lebenserwartung". Neuerdings gibt es jedoch einen "ernstzunehmenden" Konkurrenten: Keramikimplantate. Implantate sind jedoch nicht in jedem Fall sinnvoll. Dies sollte der Arzt im Einzelfall abklären, wie die für den Patienten bestmögliche Lösung aussieht. Obwohl heutzutage Implantate oftmals im minimalinvasiven Verfahren eingesetzt werden und sich Beeinträchtigungen und Verletzungen, die von der Operation herrühren in Grenzen halten, sollte die Entscheidung für eine Implantation wohl überdacht sein. Desweiteren ist es sinnvoll, vor der Implantation abzuklären, wie es allgemein um die Mundhygiene des Patienten bestellt ist. Auch sollte man vor der Implantation abklären, ob Zahn- bzw. Kieferfehlstellungen vorliegen, da es heute als gesichert gilt, dass auch diese die Haltbarkeit von Implantaten negativ beeinflussen können. Also sollte in jedem Fall vor einer Implantation eine genaue Analyse der individuellen Kiefer- bzw. Knochensituation erfolgen. Sowohl eine genaue Kenntnis des exakten Verlaufs der Nervenbahnen wie auch der Knochendichte ist von entscheidender Bedeutung für die Behandlungsplanung. Tipp: Eine geringe Knochendichte zu haben bedeutet heutzutage nicht mehr, auf Implantate verzichten zu müssen, da es erstens mittlerweile sehr gut funktionierende Techniken zum Wiederaufbau von Knochensubstanz gibt und die Zahnmedizin zweitens über spezielle Implantate verfügt, die auch bei geringer Knochendichte genügend Halt finden. Geschrieben von Jürgen Klein ( artikel [at] webtec-braun.com ) |
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