Startseite arrow Tipps arrow Auf Sprachreisen ist interkulturelle Sensibilität gefordert



Interkulturelle Missverständnisse können leicht vermieden werden
Schmatzende Menschen in China? Unpünktlichkeit in Lateinamerika? Wir haben alle schon abenteuerliche Geschichten aus fremden Ländern und Kulturen gehört, halten diese aber eher für gängige Klischees als für harte Fakten. Wer aber zum Beispiel eine Sprachreise plant, der sollte sich bereits im Vorfeld mit seinem Zielland auseinander setzen, denn nur so lassen sich Klischees von Fakten trennen und im Zweifel kulturelle Missverständnisse vermeiden.

Im Ausland erwarten den Reisenden nicht nur sprachliche Herausforderungen, sondern auch solche Differenzen, die auf kulturellen Gepflogenheiten beruhen und nicht anhand eines simplen Taschenwörterbuches gelöst werden können. Damit Ihre Sprachreise von Beginn an ein tolles und unvergessliches Erlebnis wird, haben wir an dieser Stelle einige Bereiche des alltäglichen Lebens herausgegriffen um Ansätze aufzuzeigen, an denen in der Regel leicht interkulturelle Verständigungsprobleme entstehen.

Los geht es oftmals bereits bei der Begrüßung. Nicht in jedem Land ist das deutsche Händeschütteln inklusive Blickkontakt erwünscht. In Japan zum Bespiel nutzt man eine kleine Verneigung, um sein Gegenüber zu begrüßen. Blickkontakt wird hier wenig geschätzt sondern vielmehr als unhöfliches Anstarren aufgefasst.

Auch das Essen kann für Deutsche, die eine Sprachreise ins Ausland machen, zum heiklen Thema werden. In China sollte man seine deutschen Tischmanieren über Bord werfen und - ebenso wie die Einheimischen - mit lautem Schmatzen und Schlürfen bekannt geben, wie sehr es einem schmeckt. In Russland empfiehlt es sich, sobald man satt ist, noch einen kleinen Rest auf dem Teller lassen. Anders als wir es gewohnt sind, bedeutet ein leerer Teller nicht soviel wie "Danke, es war sehr lecker", sondern signalisiert dem Gastgeber den Wunsch nach einer weiteren Portion.

Das Thema Pünktlichkeit führt in vielen Ländern - vor allem Asiens, Afrikas und Lateinamerikas - zu Kommunikationsproblemen zwischen Reisenden und Einheimischen. Während man in Deutschland streng nach der Uhr lebt und immer bemüht ist, Termine und Verabredungen pünktlich zu erreichen, legt man in anderen Kulturen darauf keinen großen Wert. Dinge wie Familie und Freunde gehen stets vor, deshalb erscheint man auch gerne mit mehrstündiger Verspätung oder auch gar nicht zu einer Verabredung.

Dies sind nur einige wenige Beispiele an interkulturellen Missverständnissen, die einem auf seiner Sprachreise begegnen können. Es warten viele weitere Fettnäpfchen, die aber mit ein wenig Sensibilität und Verständnis für die fremde Kultur leicht umgangen werden können. Und so werden Sie auf Ihrer Sprachreise nicht nur Ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitern, sondern auch eine neue Kultur kennen und lieben lernen.

Geschrieben von Silja Isberner ( partner [at] kolumbus-sprachreisen.de )

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