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Jeder User kann über die Website kino.to ohne Wartezeit...
Möglicherweise wird das Internetportal Kino.to in Österreich bald nicht mehr zu sehen sein und die vielen Fans dieser Seite müssen sich nach Alternativen umsehen.

Seit langem ist die Website Kino.to, die kostenlos Kinofilme, Serien und Dokus als Stream zeigt, der Filmindustrie und der Justiz ein Dorn im Auge und man versucht die Betreiber der Seite mit allen Mitteln zu bekämpfen. Bisher waren diese Bemühungen aber alle nicht von Erfolg gekrönt und blieben bisher ohne Folgen. Doch dies kann sich jetzt zumindest im deutschsprachigen Nachbarland Österreich ändern.

Dort gab nun der „Verein für Anti-Piraterie der österreichischen Film- und Videobranche“ bekannt, dass man versuchen wird, die Webseite zu sperren. Der Verein, kurz auch VAP genannt, führte in einer Pressemitteilung auf, dass man auf gerichtlichem Wege versuchen wird, hier zum Erfolg zu kommen. Geplant ist demnach, einen der führenden Internetprovider Österreichs, den Anbieter UPC, zu zwingen, das dieser die Seite von Kino.to sperrt.

Bereits in der Vergangenheit hatte die VAP versucht, mehrere Provider von einer Sperrung der Domain zu überzeugen und hatte auch die ISPA eingeschalten. Dies ist die Dachorganisation der österreichischen Internetanbieter, die jedoch das Ersuchen des Vereins abgewiesen haben. Begründet wurde die Entscheidung mit der fehlenden Rechtsgrundlage. Daraufhin hatte die VAP direkt beim Provider UPC sein Glück versucht, was dieser aber ebenfalls ablehnte und ankündigte, die Seite von Kino.to keinesfalls freiwillig zu sperren. Nun wollen die Verantwortlichen von VAP den harten gerichtlichen Weg gehen.

Die VAP begründet ihr Vorgehen damit, dass durch Kino.to der Filmbranche jährlich Millionenverluste drohen und allein in Österreich deshalb etwa 4.500 Arbeitsplätze gefährdet seien. Bisher konnte man auf rechtlichem Wege den Betreibern der Website nicht beikommen, da dieser seine Domain auf Toga hat und die Server mit den Sendungen in Russland stehen. Nun wird durch diesen Schritt versucht, die Verbindung eines Users der sich bei kino.to kostenlos einen Film ansehen kann, anderweitig zu unterbinden.

Ob dies gelingen wird, kann derzeit schlecht vorausgesagt werden, da es sich hier wirklich um einen noch nie da gewesenen Fall handelt. Das Gericht wird sicher prüfen müssen, inwieweit hier durch die Leistung die Kino.to erbringt, wirtschaftliche Interessen gefährdet sind.

Geschrieben von Torsten Stieler ( toparbeit [at] webciti.de )

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